CX GL500-650 Forum

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    Der Anlasser

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    Waterbrunn

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    Der Anlasser

    Beitrag von Waterbrunn am Do 20 März - 19:28

    Diesen Faden widme ich dem Mutschman!

    Der Anlasser


    Öffnen des Anlassers

    Die größte Herausforderung bei der Überholung des Anlassers steht gleich am Anfang, das Öffnen der Gehäuseschrauben. Es handelt sich ein weiteres Mal um japanische Hartquarkschrauben mit Kreuzschlitzköpfen. Die Schraubenköpfe sitzen so im vorderen Gehäusedeckel, dass sie nur mit einem Kreuzschlitzdreher zu öffenen sind und durch keine andere Schraube zu ersetzen sind. Also vorsicht und mit Bedacht ans Werk!

    Als erstes habe ich die Schraube an ihrem Gewinde von beiden Seiten mit Kriechöl eingesprüht und dieses 24 Stunden einwirken lassen.
    Jetzt habe ich  das Glück, an einem Anlasser zu arbeiten, der nur wenige Betriebsstunden hat. Die Schrauben waren also nicht in den Schraubgewinden festgegammelt.

    Man muß auf der einen Seite einen festen Druck in den Schraubenkopf aufbauen und gleichzeitig eine Drehbewegung erzeugen, wobei der Anlasser werder kippeln darf noch sich mitdrehen.




    Mein Werkzeug der Wahl war dieser Schraubendreher mit Sechskant. Das ging aber nur, weil die Schrauben nicht festgegammelt waren. Ich hatte den Anlasser nur gegen meinen großen Schraubstockgelehnt und so vor dem Kippen gesichert.



    Man hat aber auch die Möglichkeit über die Schraubenlöcher, mit denen der Anlasser mit dem Winkelstück verbunden wird, diesen provisorisch zu sichern.

    Beim Anlasser aus Motor A hatte ich den Anlasser mit einer kleinen Knarre mit einem Kreuzbit in den Schraubenkopf eingesetzt in meiner Hobelbank zwischen zwei Haltezapfen eingeklemmt. Die Haltezapfen drückten von der einen Seite gegen die Nase, in die die lange Schraube eingeschraubt ist und von der anderen Seite drücken sie die Knarre mit dem Bit in den Kopf. Ich habe das ganz dann so weit unter Spannung gesetzt, dass das Schraubbit sich nicht mehr aus dem Schraubenkopf drehen konnte, die Knarre aber noch ein wenig gedreht werden konnte. Man braucht nicht mehr als eine Viertel Umdrehung um den Widerstand der Schraube zu überwinden.
    (Foto liefer ich bei Gelegenheit nach)



    Sind die Schrauben gelöst, folgt nur noch die reine Fleißarbeit!



    Hinterer Gehäusedeckel



    Sind die Schrauben gelöst, läßt sich der hintere Gehäusedeckel einfach abnehmen. Er ist mit Abrieb von den Kohlen verschmutzt.



    Die Kohleträgerplatte wird vom hinteren Gehäusedeckel fixiert.


    Vorne links sitzt die Masse-Kohle. Man erkennt sie an der nackten Kupferlitze.



    Die Ableitung der Massekohle ist direkt mit der Kohlenträgerplatte verschraubt.


    Die Masseverbindung von der Kohlenträgerplatte zum hinteren Gehäusedeckel wird über drei Massekontakte hergestellt.



    Hier zeige ich auf eine der hochgebogenen Laschen, die den Massekontakt herstellen. Diese Laschen müssen glatt und sauber sein!


    Die Gehäuseteile des Anlassergehäuses werden mit zwei O-Ringen abgedichtet.



    Wie man sieht, ist dieser O-Ring vor lauter Dreck und Oxyd nicht zu erkennen. Ich habe mit einem Dorn darunter gestochen und in so aus der Kante des Mittelteils gelöst.



    Es handelt sich um einen O-Ring 60 x 1,4. Wenn diese O-Ringe nicht mehr dichten, dringt Feuchtigkeit in den Anlasser ein und die Kontaktflächen des Massekontaktes beginnen zu oxidieren. Dies führt zu einer Verschlechterung des Massekontaktes, was wiederum dazu führt, dass der Anlasser beim Starten wie abgewürgt klingt. Dann ist es Zeit den Anlasser auszubauen und zu reinigen!


    Kollektorfläche



    Die Kollektorfläche ist sauber und die Zwischenräume sind nicht von Kohlenabrieb verstopft.


    Kohlenträgerplatte



    Unten rechts bei meinem Daumen sitzt die Plus-Kohle, oben links die Masse-Kohle. Die ist an der Kupferlitze zu erkennen, während die Zuleitung der Pluskohle isoliert ist!



    Rechts die Plus-Kohle in der Seitansicht. Die Zuleitung kommt von unten aus dem Gehäusemittelteil.



    Die Zuleitung der Masse-Kohle wird mit einem Haltepunkt der Kohlenträgerplatte verschraubt.


    Zuletzt von Waterbrunn am Mo 24 März - 14:37 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet


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    Der Anlasser - Den vorderen Gehäusedeckel lösen

    Beitrag von Waterbrunn am Do 20 März - 19:31

    Den vorderen Gehäusedeckel lösen

    Anlasser Vorderansicht



    Das Ritzel ist mit einem Sprengring gesichert



    Den Sprengring löst man mit einer Sprengringzange. Deise hier ist von Tante Louise. Sie hat zwar drei verschiedene Zangenaufsätze, ist aber in der Anwendung sehr wackelig.



    Wenn der Sprengring gut zugänglich ist, kommt man damit aber gut klar.




    Ist der Sprengring entfernt, läßt sich das Ritzel leicht abnehmen.


    Jetzt muß die Schraube am Kontakt der Plus-Kohle abgeschraubt werden.



    Dann läßt sich die Kohlenträgerplatte abnehmen.





    Der vordere Gehäusedeckel war etwas festgegammelt und mußte mit einem leichten Schlag mit dem Hammer überrredet werden sich vom Mittelteil zu trennen.



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    Der Anlasser - Mittelteil und Anker

    Beitrag von Waterbrunn am Do 20 März - 20:59

    Wenn der vordere Gehäusedeckel los kommt, läßt sich auch der Anker nach vorne aus dem Mittelteil nehmen.

    Hier nun der Blick von hinten in das Mittelteil:



    Sehr gut ist der Verlauf der Kabel vom Plus-Anschluss zu erkennen. Grobmotoriker, die die Haltemutter des Stromkabels zu fest anziehen, schaffen es die Halteschraube im Isolator zu drehen und verbiegen die Zuleitungskabel zu den Spulen. Im schlimmsten Fall reißen die ab!

    Hier jetzt der Blick von vorn ins Mittelteil auf die Spulen um die Magneten:





    Auf der Achse des Ankers stecken noch ein paar Scheiben, die in den Explosionszeichnungen der Ersatzteilisten nicht gezeigt werden und auch als Ersatzteile nicht aufgeführt sind:



    Von links nach rechts:

    Der Sprengring, das Ritzel, der vordere Gehäusedeckel, der vordere Gehäuse-O-Ring. Das Mittelteil habe ich weg gelassen, denn jetzt kommen die Teile auf der Rotorachse.
    Die große Scheibe mit den 4 nach vorn gebogenen Laschen. Die dicke, große Scheibe, dann die zwei dünnen, großen Scheiben. In der Mitte der Rotor. Hinter dem Rotor, auf dem Mittelteil der hintere Gehäuse-O-Ring, die Kohlenträgerplatte. Auf der Achse, hinter dem Kollektor die dünne, kleine Scheibe und die dicke, kleine Scheibe.
    Als letztes der hintere Gehäusedeckel.

    Hier noch ein Blick auf die Innenseite der vorderen Gehäusedeckels:



    Da sitzt ein Simmering drin, der den Anlasser gegen das Motoröl abdichtet. Da dieser Anlasser nur wenig Betriebsstunden hat und der Simmering in Ordnung ist, überlasse ich es euch Kameraden, einen schrotten Anlasser zu zerlegen und die genauen technischen Maße dieses Simmerings auszumessen. Der steht nämlich auch nicht in der Ersatzteilliste!


    Zuletzt von Waterbrunn am Do 20 März - 21:13 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet


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    Der Anlasser - Aufarbeiten

    Beitrag von Waterbrunn am Do 20 März - 21:12

    In erster Linie müssen die Bestandteile des Anlassers innerlich gereinigt werden. Das ist ja bei den gehäusedeckeln nciht schwer, den Kohleabrieb zu entfernen.




    Ich möchte den Rost auf dem Mittelteil entfernen und den Anlasser neu lackieren. Auf dem Foto ist die Markierung zu sehen, mit der der Mittelteil und der hintere Gehäusedeckel zueinander ausgerichtet werden.



    Diese Markierungen sollten nicht unter dickem Lack verschwinden!

    Hier nun der Grund für die Notwendigkeit einer Markierung außen auf dem Gehäuse:



    Die Kohlenträgerplatte läßt sich nur in einer Stellung in das Gehäuse setzen. Die Aussparung muß da sitzen, wo das Kabel für die Plus-Kohle aus dem Mittelteil hoch kommt. Damit sich diese Trägerplatte nicht dreht, wenn der Anlasser anläuft, wird sie mittels der kleinen Nase in der Nut im oberen Deckel festgehalten. Hier auf 12 Uhr zu sehen. Gleichzeitig werden die drei Laschen der Massekontakte auf ihre Gegenstücke, die Kontaktplatten im hinteren Gehäusedeckel ausgerichtet. So wird ein guter Massekontakt erzeugt.

    Der Sitz des vorderen Gehäusedeckels richtet sich dann nach der Ausrichtung der Gehäuseschrauben, die vom hinteren Gehäusedeckel nach vorn kommen.




    Hier nun die Beschriftung auf dem hinteren Gehäusedeckel:



    Hersteller: Mitsuba, Model SM-228, 0,6 KW

    Nochmal zum Mitdenken: 12 Volt, 0,6 KW, bedeutet, dass der Anlasser im ungünstigsten Fall 600 Watt elektrische Leistung benötigt. Das sind dann 50 Ampere, die kurzfristig aus der Battrie gezogen werden. Deshalb ist der Anlasser auch direkt über die dicken Kabel mit der Batterie verbunden. Die Hauptsicherung des Kabelbaums brennt schon bei Strömen >30 A durch!


    Mit den Jahren kommen die O-Ringe ihrer Aufgabe zu dichten nur noch unzureichend nach, was zu Kantenrost am Mittelteil des Gehäuses führt. Ich hatte die Kanten, in die die O-Ringe eingelegt werden in den Deckeln und am Mittelteil mit meinem Glasfaserradierer gereinigt. Dann habe ich die lose Farbe und den Rost vergeschliffen:



    Da auch werkseitig die Kanten ohne Lack waren, habe ich diese abgeklebt.



    Ich habe dazu ein hochwertiges Abklebeband aus dem Malerbedarf verwendet. Den Überstand habe ich mit einer Cutterklinge entlang der Kante weggesäbelt.




    Während die Wasserrohre gut geworden sind, sah die Lackierung des Mittelteils nur auf dem ersten Blick gut aus. Ich hatte die geschliffene Oberfläche nicht ausreichend entfettet, was dann zu Ablösungen führte. Außerdem hatte ich Rückstände vom Klebeband übersehen und überlackiert. Ich habe das also nochmal angeschliffen und nochmal lackiert. Fotos gibts dann morgen.

    Es ist im übrigen fast unmöglich lackschwarze Gegenstände auf einer weißen Unterlage bei strahlendem Sonnenschein zu fotografieren!


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    Re: Der Anlasser

    Beitrag von Waterbrunn am Fr 21 März - 11:27

    Die gestern Vormittag bei Lelebeck für den Anlasser bestellten O-Ringe wurden heute geliefert! Die Jungs sind fix! Ich bin jetzt aber erst Mal 2 Tage offline, mein Vater gibt einen aus. Es geht also erst nächste Woche weiter, aber das haltet ihr schon aus!
     Laughing 


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    Re: Der Anlasser

    Beitrag von Gast am Fr 21 März - 12:12

    Danke EO.
    Jetzt weiß ich auch, wie man einen UR-CX-Anlasser zu einem CXC-Anlasser umwandelt und beim Verkauf das Doppelte veranschlagen kann:
    Einfach Schwarzfarb aufs Mittelteil sprühen.
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    Re: Der Anlasser

    Beitrag von Waterbrunn am Fr 21 März - 12:23

    Ich dachte, das wär das Merkmal für GL 500 Anlasser?


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    Re: Der Anlasser

    Beitrag von Gast am Fr 21 März - 13:32

    Dann wird's noch teurer :-)))
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    Re: Der Anlasser

    Beitrag von Kallebadscher am Fr 21 März - 13:53

    ....der Euro-Anlasser ist auch schwarz....

    somit werden die GL-Anlasser wieder billiger.....oder  Question 




    hab auch noch 3 Urpumpenanlasser da liegen....und genügend schwarzes Bauernblind






     lol!

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    Re: Der Anlasser

    Beitrag von Gast am Fr 21 März - 15:06

    Kallebadscher schrieb:somit werden die GL-Anlasser wieder billiger.....oder  Question 
    Falsch, ein gut überholter GL Anlasser lässt sich noch teurer verkaufen. Mit der Änderung der Massekohlenzuleitung kann man ihn noch teurer veranschlagen, als "verbesserte Modifikation".
    Die 650iger GL-Anlasser werden ja bekannterweise auch noch härter beansprucht als die "normalen 500er C-Anlasser".
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    Re: Der Anlasser

    Beitrag von Kallebadscher am Fr 21 März - 15:20

    .....ich hab irgendwo mal was gelesen, daß die 650er Anlasser 3 Kohlen hätten !?

    die wären dann stärker...........................und teurer  Wink

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    Re: Der Anlasser

    Beitrag von Gast am Fr 21 März - 16:02

    Kallebadscher schrieb:.....ich hab irgendwo mal was gelesen, daß die 650er Anlasser 3 Kohlen hätten !?)
    Was man so alles liest und hört  Rolling Eyes 

    Jaja: Eine Plus- und eine Minus-Kohle und die Neutral-Kohle.
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    Re: Der Anlasser

    Beitrag von Waterbrunn am Mo 24 März - 7:10

    Ja, ja, die Neutralkohlen - werden von kasachischen Nonnen mundgeklöppelt. Eine Kunst, die der kleine Chinamann nie erlernt hat! Deshalb sind die auch heute noch so sauteuer!
     Very Happy


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    Anlasser - Gehäusedeckel lackieren

    Beitrag von Waterbrunn am Mo 24 März - 7:28

    Nachdem ich das Mittelteil neu lackiert hatte, sollten auch die Gehäusedeckel aufgehübscht werden. Dazu brauchte ich einen Kreis aus Pappe, um das Innere vor Farbe zu schützen. Ich habe den die Vorderseite des Mittelteils auf eine dünne Pappe gesetzt und mit einem spitzen Bleistift drum herum gemalt. Dann habe ich diesen Kreis außerhalb des Bleistiftstriches ausgeschnitten. Dadurch bekam ich einen Kreis der genau in die Nut im Gehäusedeckel passte. Diesen habe ich mit drei Streifen Abklebeband auf dem dünnen Rand fixiert.



    Dann habe ich den Deckel umgedreht auf die Pappe gelegt und das überstehende Klebeband mit der Klinge eines Cuttermessers randnah abgeschnitten.




    Die Kontaktflächen zwischen dem hinteren Gehäusedeckel und dem Anlasserhalter dienen als Masseverbindung zum Motorgehäuse. Die dürfen nicht lackiert werden!



    Der vordere Zylinder ist werksseitig auch nicht lackiert und wird ebenfalls abgeklebt.

    Die Deckel sind leicht angeschliffen und sorgfälltig entfettet worden. Das Felgensilber von Toom kommt dem originalen Silberton sehr nahe. Also einmal "Bauernblind" drüber, einmal Klarlack und die Farbe darf übernacht aushärten.


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    Der Anlasser - Fixierung der Kohlenträgerplatte

    Beitrag von Waterbrunn am Mo 24 März - 7:42

    Ein schlecht anlaufender Anlasser hat ein Masseproblem bei der Stromführung von der Kohlenträgerplatte in den hinteren Gehäusedeckel.

    Hier nun die drei Verdickungen, die als Kontaktfläche für die Kontakzungen der Kohlenträgerplatte dienen.




    So liegt der Kohlenträger im hinteren Gehäusedeckel auf. Die Kontaktzungen drücken mit ihren Außenkanten auf die Kontaktflächen.




    In dieser Nut im hinteren Gehäusedeckel wird die Kohleträgerplatte fixiert.




    Diese stark hochgebogenen Lasche fixiert die Kohlenträgerplatte in der Nut im hinteren Gehäusedeckel.




    So ist sicher gestellt, das die Laschen der Massekontaktzungen -


    - genau in der Mitte der Kontaktflächen des hinteren Gehäusedeckels sitzen.

    " />" />


    Zuletzt von Waterbrunn am Mo 24 März - 11:39 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet


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    Der Anlasser - Zusammenbau

    Beitrag von Waterbrunn am Mo 24 März - 8:11

    Hier nochmal die aufgereihten Einzelteile:



    Die Scheiben werden so auf die Achse gesteckt, dass die dünnnen Scheiben am Anker sitzen und die dicken Scheiben zu den Gehäusedeckel hin nach außen kommen.


    Dann werden die O-Ringe auf den Mittelteil des Gehäuses gesetzt.



    Ich habe die O-Ringe und die Nut mit Armaturenfett (Sanitärvaseline) gefettet. Das Zeug ist hitzefest bis 130°. Die Lagerbuchsen in den Gehäusedeckeln bekamen einige Spritzer Spühfett (siehe letztes Bild)


    Die vorderen Scheiben werden auf die Achse gesteckt und die Achse in den vorderen Gehäusedeckel. Dann wird dass Mittelteil auf den Rotor geschoben und stabil abgestellt. Die Kohlenträgerplatte wird aufgesetzt und zentriert udn dann der Plus-Kontakt mit der kleinen Schraube fixiert.




    Dann werden die letzten beiden Scheiben auf die Achse geschoben und der hintere Gehäusedeckel aufgesetzt. Hierbei ist auf die Markierung zu achten und darauf, das die Haltelasche in der dafür vorgesehenen Nut im Gehäusedeckel sitzt.

    Jetzt wird der Anlasser umgedreht. Er kann jetzt zusammengeschraubt werden. Die Stellung des hinteren Gehäusedeckel gibt die Ausrichtung des vorderen Gehäusedeckels vor!



    Ich habe den langen Teil der Schraube mit Sanitärvaseline gefettet und das Gewinde fette ich mit Lithiumfett. Die Schrauben werden nur handfest gedreht. Die müssen nur die Gehäuseteile beieinanderhalten. Außerdem steckt der vordere Gehäuseteil im Motordeckel fest und kann nicht nach vorn und der hintere Gehäusedeckel wird mit dem Anlasserhalter mit dem hinteren Motordeckel verschraubt. Der kann auch nicht weg.

    Jetzt wird noch das Anlasserritzel aufgesetzt und mit dem Sprengring fixiert.




    Na bitte! Ein überholter Anlasser im kontrollierten Wartungzustand!



    Nachträglicher Einschub: Ich hatte das Ritzel falsch herum montiert! Danke Brumbaehr!

    Neue O-Ringe 25x3 habe ich auch gleich noch besorgt!



    Na, und was fehlt? Richtig, der vordere O-Ring. Den habe ich bestellt und von Lelebeck geliefert bekommen. Und als ich die Lieferung durchsehe, klingelt es an der Tür. Ich bin zur Tür gegangen mit dem Tütchen 25x3 O-Ringe in der Hand - ich weiß nicht mehr wo ich es hingelegt habe! Tja, so gehts - muß ich mir neu besorgen, aber ich bin jetzt schon gespannt drauf wo ich diese O-Ringe wieder finden werde! Altersheimer kann auch Spasss machen!

    Ich mußte ja den Mittelteil ein zweites Mal schwarz lackieren. Um die Nuten vorn und hinten vor Farbe zu schützen habe ich mit aus dünner Pappe viele schmale Streifen geschnitten. Diese habe ich in die Nut gelegt und herum gewickelt. Jeden Streifen am Anfang und am Ende mit Klebeband fixiert. Das habe ich so lange gemacht, bis die Kante ausgefüllt war und dann lackiert. Das Ergebnis sind die beiden Ringe, die ich gleich beim nächsten Anlasser wieder verwenden werde.


    Zuletzt von Waterbrunn am Mo 24 März - 11:32 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet


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    Re: Der Anlasser

    Beitrag von Brummbaehr am Mo 24 März - 9:00

    Und wenn Du jetzt noch das Ritzel richtig herum montierst, springt der Motor vielleicht auch an  Very Happy Very Happy


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    Re: Der Anlasser

    Beitrag von Brummbaehr am Mo 24 März - 9:13

    Sollte das hintere Gleitlager nicht noch ein wenig Schmierstoff bekommen?

    Bei meinem Anlasser war dort ein Stück "Schaumstoff" oder ähnliches hinter dem Lager welches ich etwas mit Motoröl getränkt habe.


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    Re: Der Anlasser

    Beitrag von Gast am Mo 24 März - 9:17

    Vielleicht war vor dem Aufsetzen des Ritzels wieder jemand an der Tür, hat geklingelt und EO das Päckchen mit den O-Ringen zurückgebracht, das EO oder war's waterbrunn ??? ihm in die Hand gedrückt hatte.

    Altersheimer kann auch unterhaltend sein, selber merkt man es ja meistens nicht ;-))
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    Re: Der Anlasser

    Beitrag von Waterbrunn am Mo 24 März - 11:35

    In der Tat, WolFgang, man wird betriebsblind. Daher überreiche ich den "Aufmerksamster-Leser-2014-Wanderpokal" an Brumbaehr! Ich habe den Fehler behoben und ein anderes Bild eingestellt.

    Ich hatte tatsächlich vergessen zu schreiben, dass auch ein wenig Fett in den Gleitbuchsen hilfreich ist. REingesprüht habe ich es!

    Gruß, EO

    "Mühselig ernährt sich der Eichhorn!"


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    Re: Der Anlasser

    Beitrag von Gast am Mo 24 März - 12:14

    Brummbaehr schrieb:Bei meinem Anlasser war dort ein Stück "Schaumstoff" oder ähnliches hinter dem Lager welches ich etwas mit Motoröl getränkt habe.
    Schaumstoff= Nein, "ähnliches" = Ja.
    Dort sitzt ein Filzring unter/hinter der Buchse, der das Öl etwas speichern soll.

    Schon fällt ein ganz, ganz kleines Bröckchen aus dem
    "Aufmerksamster-Leser-2014-Wanderpokal" :-))

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    Re: Der Anlasser

    Beitrag von Gast am Di 1 Apr - 16:38

    Falls es dieses als Set nicht in D gibt, dann das da aus USA:

    http://www.ebay.de/itm/290629967714?_trksid=p2055120.m1438.l2648&ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT

    Für inkl. Porto unter 21 Euro finde ich recht günstich.
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    Re: Der Anlasser

    Beitrag von Hondaxel am Mi 22 März - 20:42

    Guten Abend!

    Wieder mal ein sehr informativer Thread. Danke dafür!
    Ich hätte dazu mal eine Frage. Auf dem Führungsstab des Zahnrades, der vom Anlasser angetrieben wird, sind Abstandsringe. Wie viele müssen das sein (habe 3) und wie werden die angeordnet? In Fahrtrichtung (also vorn) 2 und hinten einer, oder anders herum, oder sogar alle auf eine Seite (bestimmt nicht)? Beim Zusammensetzen, hat das bei mir geklemmt und der Starter war somit fest. Ausgebaut dreht er aber ohne Probleme. Wenn es nur 3 Abstandsscheiben sind, dann habe ich die sicherlich nur falsch angeordnet (vorn 2 und hinten eine). Somit hat das Zahnrad wahrscheinlich zu dicht und fest am Gehäuse gesessen.

    Danke im Voraus!
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    BerndM

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    Re: Der Anlasser

    Beitrag von BerndM am Mi 22 März - 20:57

    Hast Du Dir die Beiträge von waterbrunn über deiner Frage angesehen ?
    Aussen sind keine Abstandsringe vorgesehen.
    Zahnrad mit Zähnen zum Gehäuse hin aufstecken, dann Sicherungsring in die Nut.

    Gruß
    Bernd

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    Re: Der Anlasser

    Beitrag von Hondaxel am Mi 22 März - 21:04

    Ich habe keinen Beitrag darüber gefunden. Ich meine keine Ringe am Anlasser, sonder am großen Zahnrad, welches der Anlasser antreibt. Also jenes, das zwischen dem hinteren Gehäusedeckel und dem Mittelteil steckt.

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    Re: Der Anlasser

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