CX GL500-650 Forum

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    Güllepumpen-Ersatzteilelager

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    Jakop

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    Güllepumpen-Ersatzteilelager

    Beitrag von Jakop am Mi 7 Jun - 9:33

    Hallo Leute,

    ich bin im Moment dabei, meine Gülle vollständig fahrbereit zu machen und stolper immer wieder drüber, dass ich Teile neu bestelle und dann nochmal neu und dann nochmal neu..
    Somit also meine Frage:

    Welche Ersatzteile lohnt es sich zu halten, wenn man die Gülle langfristig fahren und möglichst selber reparieren will?
    Welche Teile werden knapper und welche wird man sicher auch lange noch beziehen können.

    Bspw. ist mir aufgefallen, dass Übermaßkolben viel als Restbestände geliefert werden. Wäre ja ärgerlich, wenn es irgendwann an der Ersatzteilen scheitert.
    Lüfterrad?

    Was haltet ihr den für Ersatzteile (Dichtungen, Filter, Schrauben u. Kleinteile) bei euch vor?

    Besten Gruß,

    Jan
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    Waterbrunn

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    Re: Güllepumpen-Ersatzteilelager

    Beitrag von Waterbrunn am Mi 7 Jun - 10:02

    Hallo Jan,

    meine Beobachtung zeigt, dass die Versorgung mit Ersatzteilen "wechselhaft" ist. Mal gibt es bestimmte Teile überhaupt nicht mehr, wie z.B. Gleitschienen des Kettenspanners, dann wird nochmal eine Serie aufgelegt und die Teile sind bei ebay zu finden. Das bedeutet aber nicht, dass du diese in 3 Jahren immer einfach bestellen kannst.

    Dann gibt es Teile, die sind nicht mehr als Ersatzteil zu bekommen, wie z.B die kleine Feder, die die Schaltwelle mit dem benachbarten Schaltgestänge unter Spannung hält. Die bekommst du nur, wenn sie aus einem Motor geschlachtet wird.

    Wenn du nach den Ansaugstutzen (Isolatoren) für die CX 500 E oder GL 500 suchst, dann gibt es da nur noch sehr selten Altbestände bzw. gut erhaltenen Teile aus Schlachtungen.

    In Verbindung mit Übermaßkolben das Wort "viel" zu verwenden, halte ich für verfehlt. Kolben mit dem 1. Übermaß werden nicht mehr angeboten. Kolben mit dem 2. Übermaß werden selten angeboten, wohl aus Geschäftsauflösungen. ABER - zu den Kolben brauchst du auch die passenden Kolbenringe und da sieht es ganz finster aus. Pawel hatte Mal passende Kolbenringe aus China besorgt, nur um festzustellen, dass die nicht ausreichend gehärtet waren. Um Kolbenringe zu bekommen, brachst du einen Motorinstandsetzer, der sich sehr gut auskennt in den Teilelagern verschiedenster Hersteller um etwas passendes zu finden. Andererseits ist eine Motorinstandsetzung sehr teuer, denn du brauchst ja nicht nur neue Kolben, sondern meist auch neue Pleuellager (=Goldstaub). Da ist es billiger mehrere (!) gebrauchte Motoren zu kaufen auf der Suche nach einem gut erhaltenen oder eben eine ordentliche Summe für einen nachweislich gut erhaltenen Motor zu bezahlen.

    Es ist auf jeden Fall lohnend die Verbrauchsteile, die immer wieder für Wartung und die üblichen Reparaturen notwendig sind, auf Vorrat liegen zu haben. Also einen Satz Motordeckeldichtungen, Wasserpumpendichtung, Luftfilter, Ölfilter, Zündkerzen.

    Andere Teile sammelt man dann als Schnäppchen, wie z.B. einen gut erhaltenen Kupplungskorb, wenn er mitten im Sommer angeboten wird und niemand drauf bietet.

    Ansonsten gilt, wenn du den "kontrollierten Wartungszustand" erreicht hast und möglichst viele Neuteile bzw. aufgearbeitete Teile verbaut hast, dann brauchst du viele Teile nur noch um Kameraden zu helfen oder eine 2. Pumpe aufzuarbeiten. Wenn du z.B. im Motor eine gut erhaltene Kupplung vorfindest, dann fährst du die zeitlebens nicht mehr kaputt solange du das Mopped materialschonend bewegst.

    Was jetzt auch Mal kaputt geht, sind die Impulsgeberspulen im hinteren Motordeckel. Wenn da das Kunstharz rissig wird, gehen innen irgendwann die Spulen kaputt. Die gibt es auch nur noch aus geschlachteten Motoren.

    Soweit erst Mal, das Thema ist noch lang nicht umfassend besprochen.
    EO


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    Jakop

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    Re: Güllepumpen-Ersatzteilelager

    Beitrag von Jakop am Do 8 Jun - 10:15

    Hallo,

    was ist denn mit solchen Pleuellagern?
    https://www.cmsnl.com/honda-cx500-1978-germany-full-power-version_model16520/partslist/E19.html#results

    Zum Thema der Feder am Schalthebel:
    Müsste es da nicht eigentlich haufenweise ähnliche Federn geben, die man dagegen ersetzen kann? So 'ne Feder ist ja doch eigentlich ein Standardteil...

    Werde mir auf jeden Fall einen Vorrat anlegen, wie beschrieben. Danke Waterbrunn!

    Tauscht man die Impulsgeberspulen nicht ebenfalls, wenn man auf Ignitech umrüstet?

    Lieben Gruß,

    Jakop

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    Re: Güllepumpen-Ersatzteilelager

    Beitrag von Gast am Do 8 Jun - 10:50

    Jakop schrieb:was ist denn mit solchen Pleuellagern?
    https://www.cmsnl.com/honda-cx500-1978-germany-full-power-version_model16520/partslist/E19.html#results

    Alle fünf Farben (= verschiedene Abmaße) zu kaufen ist teurer Unsinn. Erst muss der Hubzapfen begutachtet werden, ggfls. poliert und dann erneut vermessen werden, um feststellen zu können welches Lagermaß das richtige ist


    Zum Thema der Feder am Schalthebel:
    Müsste es da nicht eigentlich haufenweise ähnliche Federn geben, die man dagegen ersetzen kann? So 'ne Feder ist ja doch eigentlich ein Standardteil...

    Die einigermaßen passende Zugfeder zu bekommen wird nicht einfach sein. Die Länge und die Zugkraft sollten schon einigermaßen passen.

    Werde mir auf jeden Fall einen Vorrat anlegen, wie beschrieben. Danke Waterbrunn!

    Tauscht man die Impulsgeberspulen nicht ebenfalls, wenn man auf Ignitech umrüstet?
    Generell nein. Es sei denn die haben Risse in der Vergussmasse um die beiden Spulenkerne. Dann bekäme ich Wanstrammeln/= Bauchgrummeln und würde sie ohmisch kalt und warm durchmessen.

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    Waterbrunn

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    Re: Güllepumpen-Ersatzteilelager

    Beitrag von Waterbrunn am Do 8 Jun - 15:07

    Hallo Jan,

    wie ich schon ausführte, ist es Glück, wenn du beim Holländer heute Pleuellagerschalen bekommen kannst. Aber wie guelli schon erwähnte, brauchst du die richtigen für deinen Kurbelzapfen, die sind im übrigen in 4/1000tel Millimeterschritten abgestuft. Und du kannst davon ausgehen, dass ausgeschliffene  Pleuelllager mit ausgeschliffenen Zylinderlaufbahnen einhergehen. Du brauchst also auch noch Übermaßkolben und Kolbenringe und alles in allem kostet dich diese Überarbeitung beim Motorinstandsetzer mehr, als ein überteuertes, gut gepflegtes Mopped mit niedriger Kilometerleistung.

    Da ist es besser, du stiftest eine Kiste Bier in Vechta im Plauderecki.

    Zu den Federn, ja das hatte ich auch gedacht, aber geh Mal im Baumarkt zu dem Regal wo die Federn lagern. "Normale" Zugfedern haben kurze Enden an denen sie eingehängt werden können. Außerdem sind sie bei gleichem Durchmesser zu lang, können aber wegen der kurzen Haken nicht eingehängt werden. Nimmst du eine kürzere, und hängst sie mit kleinen Kettengliedern ein, hat sie nicht genug Zugkraft. Findest du eine kurze mit langen Haken und sie hat auch die passende Zugkraft, dann ist sie mit einem zu großen Durchmesser gewickelt, passt also nicht hinter den Schalthebel.
    Schau einfach Mal, wenn du tatsächlich eine passende findest, kauf ein 100ter-Paket. Die kannst du mit Gewinn weiter veräußern! Ich nehme 5!

    Nochmal zur IgniTech. Der Vorteil der IgniTech ist ja im Falle, dass die Zünderregerspulen auf der Lima ausfallen und der Motor erst dieses Lesitungsloch bei 5000 Touren bekommt und dann keinen Zündfunken mehr generiert, die Reparatur einfach darin besteht die CDI abzuschrauben und los zu steckern und die IgniTEch einzusteckern und fertig. Der Motor bleibt drin solange die Lima noch genug Ladespannung erzeugt. Erst wenn auch die Ladespannung zu gering ist, wechselt man die Lima gegen eine für Motoren mit NEC-Zündung (Mehr Strom und keine Zünnderregerspulen, deshalb auch billiger) kann man die Advanced Pulser rausbauen, weil überflüssig für die IgniTech. Die Impulsgeber bleiben unangetastet. Bisher hatten wir nur Einzelfälle bei denen die Impulsgeber defekt waren.


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    Re: Güllepumpen-Ersatzteilelager

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