CX GL500-650 Forum

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    Ventilspiel einstellen

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    MB69

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    Ventilspiel einstellen

    Beitrag von MB69 am Do 12 Apr - 22:38

    Hallo aus Bünde,

    schon letztes Jahr habe ich bei den 2 oder 3 Testfahrten ein deutliches Klappern aus den Zylindern hören können.
    Also: Ventilspielkontrolle.... Aber helft mir mal bitte: Die Fühlerlehre soll nach dem erweiterten Handbuch saugend,
    nicht zu stramm, aber auch nicht zu leicht durch den Zwischenraum gezogen werden können. Hat jemand vielleicht
    noch eine etwas andere Formulierung parat? Ich kann mir da grad so gar nicht vorstellen, was das bedeutet. Soll die Lehre
    schon beim einfädeln stramm sitzen? Oder sollte es sogar schwerfallen, die Lehre überhaupt einzufädeln? Ich mache das zum ersten
    Mal, es fehlt also definitiv am Fingerspitzengefühl.....

    Auf der Auslassseite kann ich eine 0,15er locker, fast ohne Wiederstand durchschieben, das sollte also der Grund für das Klappern sein...liege ich da richtig?
    Einlasseitig kann ich die 0,10 schleifend durchziehen. Mal mit etwas weniger Kraft, mal mit etwas mehr...Mann, ist das schwierig zu beschreiben......
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    Re: Ventilspiel einstellen

    Beitrag von Brummbaehr am Do 12 Apr - 22:49

    0,15 ist definitiv zu locker.
    Ob saugend oder schleifend, wo is da der Unterschied?

    Du solltest aber mal alle Einstellschrauben ganz heraus drehen und die Schrauben, als auch die Ventilschäfte, auf Beschädigungen auch Pitting genannt kontrollieren.


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    Re: Ventilspiel einstellen

    Beitrag von yosz am Fr 13 Apr - 13:02

    Hallo MB69,
    ich meine, daß man den Unterschied von etwas mehr oder weniger Ventilspiel nicht hören kann (Beispiel 0,18 statt 0,12 am Auslaß).
    Zum Gefühl bekommen stecke für's messen von 0,12 auch 0,10 und 0,14 (noch besser 0,11 und 0,13 wenn vorhanden) rein. Wenn die Kraft etwa so ist wie mit einem Finger eine Zigarettenschachtel über die Tischplatte schieben (Holz lackiert, nur so viel aufdrücken, daß die Schachtel rutscht, nicht der Finger), dann ist das Spiel einen Ticken zu groß, wenn die Kraft etwa so ist wie ein Leder-Portemonnaie mit einem Finger über die Tischplatte (oder Smartphone in Silikonhülle mit Bildschirm nach unten) ist es richtig bis zu wenig Spiel, Stramm gehen darf es nicht. Für die verschiedenen Dicken kannst Du die Blättchen stapeln (Beispiel 0,05+0,08=0,13). Eine passende Fühlerleere mit den nötigen Plättchen findet man nicht im Vorbeigehen im Baumarkt. Im Zweifel mach das Spiel besonders am Auslaß eher größer, ±0,02 Unsicherheit dürfte der Ventiltrieb vertragen, aber nicht mehr.
    Daß der Motor kalt sein soll dürfte klar sein (auch Öl und Wasser etwa Umgebungstemperatur, +20°C macht nichts). Im Motorbetrieb ändert sich das Spiel dann ständig, mehr am Auslaß. Wenn kalt losgefahren wird längen (dehnen) sich die Auslaßventile schneller als alles andere, da geht das Spiel am Auslaß Richtung null. Das Spiel am Einlaß vergrößert sich etwas bei Vollast, weil die angesaugte Luft das Ventil kühlt.
    Ciao
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    Re: Ventilspiel einstellen

    Beitrag von schorsche am Fr 13 Apr - 13:15

    M.E. ist 0,15 mm auf der Auslassseite zu hoch. Die 0,10 auf der Einlassseite sind wohl i.O.
    Auf das Hundertstel absolut genau lässt sich das sowieso nicht einstellen.
    Wenn man 0,12 mm auf der Auslassseite durchziehen kann, 0,13 aber nicht mehr, sollte es auch passen (wobei ich im Moment nicht sicher bin, ob meine Lehre überhaupt ein 0,13er Blatt hat Shocked )

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    Re: Ventilspiel einstellen

    Beitrag von Brummbaehr am Fr 13 Apr - 13:32

    @schorsche
    bitte mal die zwei parallelen Faden zusammentackern
    http://cx500.forumieren.org/t5423-ventilspiel-einstellen


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    Re: Ventilspiel einstellen

    Beitrag von MB69 am Fr 13 Apr - 13:46

    Ups, aus versehen 2x eingestellt? Wie passieren das konnte? Verwirrt ich offensichtlich bin....
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    schorsche

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    Re: Ventilspiel einstellen

    Beitrag von schorsche am Fr 13 Apr - 13:48

    Zusammengetackert, Doppelpost gelöscht.

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    Re: Ventilspiel einstellen

    Beitrag von Waterbrunn am Fr 13 Apr - 22:08

    Saugend und kratzend....

    Mir passiert es immer wieder, dass ich beim Ventil einstellen versuche das Meßplättchen horizontal in den Spalt zu schieben. Und entweder geht das gar nicht oder es "kratzt", ganz einfach weil die Ventile schräg stehen.

    Um also überhaupt vernünftig messen zu können, mußt du dir klar sein in welchem Winkel die Ventilschäfte im Zylinder nach oben ragen und parallel zu dieser Ebene muß du das Messblättchen bewegen!

    Als nächstes sind die Kipphebelwellen meist leicht eingelaufen, d.h. die haben "Spiel". Ich beginne das Einstellen immer damit, dass ich oben wo die Stößelstangen von unten gegen die kurzen Ärmchen der Kipphebel stoßen, drauf zu drücken, damit da kein Spalt ist! Probier das Mal aus, man kann an den Kipphebeln so rumruckeln, das Mal das obere, Mal das untere Ventil einen kleineren Ventilspalt hat.

    Beim Einstellen mache ich auch immer wieder den Fehler die Hand kurz auf dem Kipphebel "ruhen" zu lassen. Dabei drückt man den natürlich runter und danach geht das Messblättchen nicht durch den Spalt, weil der zu ist!

    Als nächstes ist es natürlich extra schwierig die Kontermutter fest zu drehen ohne dass die Einstellschraube dabei mit reingedreht wird. Wenn du also versuchst am Auslass die Einstellschraube auf 0,12 mm einzustellen, dann überprüfst du deine Einstellung, nachdem du die Kontermutter festgezogen hast, indem du versuchst ob ein 0,15 mm Meßblatt durch den Spalt passt. Kannst du dieses Meßblatt einfädeln, dann mußt du deinen Einstellversuch wiederholen!

    Zu eng einstellen beim Kontern kann auch passieren. Eben ging das 0,1 mm Meßblatt saugend durch, danach ist der Spalt dünner und es kratzt, wenn du versuchst es durchzuziehen. Ich brauche auch immer mehrere Versuche bis ich die beiden Einstellschrauben pro Seite befriedigend eingestellt habe.

    Einmal gelang es mir ein Ventil so weit einzustellen, dass beim Start des kalten Motors ein Klickern zu hören war, wie bei Omas alter mit einem Fußpedal angetriebenen Nähmaschine. Als der Motor dann warm wurde, verschwand das Klickern. Blöderweise kann man zu eng gestellt Ventile NICHT hören! Und das ist gefährlicher für den Motor als wenn die Ventile klickern würden. Deshalb muß man eben sorgfälltig nach dem Festziehen der Kontermuttern prüfen, ob das Spiel wirklich so ist, wie man es haben wollte.

    Aller Anfang ist schwer, aber Übung Macht den Meister, wohlan!


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    Re: Ventilspiel einstellen

    Beitrag von Kallebadscher am Sa 14 Apr - 7:57

    Hallo


    Bitte auch dringend beachten den jeweiligen Zylinder auf den passenden OT zu stellen und nach dem ersten Einstellversuch den Motor per 17er Schraube vorn am Motor mal durchzudrehen und dann nochmals zu messen


    der Fehler mit dem falschen OT (z.B. linker Zyl auf rechten OT eingestellt) passiert leider immer wieder.....hab grade die Tage ne CX aus ner "Fachwerkstatt" unter den Fingern gehabt wo genau dies gemacht wurde !!



    Gruss
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    Re: Ventilspiel einstellen

    Beitrag von f104wart am Sa 14 Apr - 9:53

    Waterbrunn schrieb:Als nächstes ist es natürlich extra schwierig die Kontermutter fest zu drehen ohne dass die Einstellschraube dabei mit reingedreht wird.

    Deshalb benutze ich dazu ein kleines Windeisen (Größe 0) und spanne den 4kant fest ein.

    Den feststehenden Hebel des Werkzeugs und die Gewindemuffe auf dieser Seite habe ich enfernt.


    Der Vorteil ist, dass der 4kant mit von den Backen kraft- und formschlüssig umfasst wird und man damit sehr schnell und gleichzeitig gefühlvoll arbeiten kann. Meistens passt es schon beim ersten Versuch.


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    Re: Ventilspiel einstellen

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