int(4) Phour days to phantastic - a Honda CX500 tale
CX GL500-650 Forum

Ein Forum für Freunde der CX/GL500-650 (Güllepumpen) Motorräder


    Phour days to phantastic - a Honda CX500 tale

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    Beitrag von nanno am So 28 Okt - 8:10

    Nachdem ich es letztes Jahr geschafft hab, meinen Vater zu guter letzt doch noch mit der Alltagsfahrerei anzufixen hat sich rausgestellt, dass sein Fuhrpark für den Weg in die Arbeit (u.a. rund 15km Autobahn) nix wirklich taugliches in petto hat. Er hat eine Vierventiler XT500 (Ösi-600er XT), aber da ist bei 120 Schluss. Er hat zwei Aprilia Moto 6.5, aber das sind erstens Sammlerstücke und zweitens wenn so ein Moped umfällt und ein Blinker abbricht... (Schon mal versucht einen originalen Moto 6.5 Blinker zu kriegen? Egal ob defekt oder neuwertig...)  Zu letzt wäre da noch eine 12er Bandit in seinem Stall. das funktioniert ganz gut, aber mit Spritverbrauch und vorallem Reifenverschleiß ist das auf so kurzen Strecken nicht lustig, außerdem wird die kaum richtig warm.

    Also, es muss was her für den Alltag. Bestellt wurde ein V2, Kardan, günstig. Eigentlich sollte man, wenn es nach mir gegangen wäre, hier eine MotoGuzzi V50 Aufbaustory lesen. Aber die Dinger sind nicht mehr billig. Long story (mehr davon am Blog) short, geworden ist es eine Ex-Gendarmerie Honda CX500, Ez. 1982 mit rund 73000km im Zustand wo jeder erfahrene Oldtimerkäufer gesagt hätte Finger weg.  :unbekannt: Deswegen einfaches Ziel: Nutzbarmachung mit Gesamtbudget 1000 Euro (Motorrad inkl. Wartungsteile) dann noch Nutzung heuer im Spätsommer/Herbst um Fehler zu finden bzw. sicher zu gehen, dass wir uns da keine komplette Gurke eingetreten haben und dann mit Zielrichtung nächstes Jahr ein sanfter Roadster-Umbau im Stil meiner Alltags-TR1.

    Erster Schritt: Alle Roststellen am Rahmen (das Moped ist rund 10 Jahre in einem feuchten Stadel gestanden) mit Rostumwandler austupfen und Klopftest, um sicherzugehen, dass nix durchgerostet ist.

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    Nach dieser Ersterhebung gabs dann mal einen Ersatzteileinkauf beim Polen meines Vertrauens:

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    Es ist natürlich immer ein tolles Gefühl, wenn die Bremsflüssigkeit im Stand ausrinnt, während das Moped 3-4 Monate bei Vatern in der Garage steht. Der Verkäufer hat hier sogar extra seine Wartungsbemühungen noch betont. (Mir war schon beim Kauf klar, dass da alles neu muss. Das Ausmass des Pfusches war aber dann schon beeindruckend.)

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    Das das gute Stück in Zukunft als Alltagsmoped laufen soll, waren Edelstahlbremskolben ein absolutes muss.

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    Zusammen mit Stahlflexleitungen und einer 14er Pumpe ergibt das eine echt brauchbare Bremse

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    Die Gabel war auch sehr weit entfernt von Offenbarung, aber offensichtlich hat der Vorbesitzer die Honda mal mit dem Hochdruckreiniger gewaschen.

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    Die montierten Simmeringe haben genau nichts mehr geleistet...

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    Die Gabel ist schon ganz schön zerschossen, aber abgesehen von 2-3 Steinschlägen auf einem Holm rettbar.

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    Selber Holm nach ca. 5 Minuten polieren:

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    Und dann gabs da (abseits vom kaputten Zündschloss, dass ich vergessen hab zu fotografieren) noch ein "kleines" Problem. Schon mal gefragt, was passiert, wenn jemand mit dem Schlagschrauber eine M12x1.75 in ein M12x1.50 Gewinde jagt?

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    Nun ja, ursprünglich wollte ich das ausbuchseln, nachdem ich die Preise für vordere Motordeckel gesehen hab, ist es einfach ein gebrauchter Motordeckel geworden. Wenn man den Kupplungszug drauf lässt, lässt er sich recht schön runternehmen und ganz ehrlich, das Getriebe unter dem Motor ist für den Ingenieur in mir schon eine Freude zum Anschaun.

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    Die hintere Bremse war, wie nicht anders erwartet, komplett unauffällig und wurde nur ein bissl mit der Drahtbürste aufgerauht und die ausgefransten Kanten ein bissl versäubert.

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    Ich bekenne mich schuldig, Reifen-mäßig gabs keine Experimente, zwei gebrauchte BT45 zusammen für rund 25 Euro fanden auf die Felgen.

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    Öleinfüllen war ein bissl humorig, ohne Trichter mit Schlauch geht das auf keinen Fall in menschenwürdiger Weise.

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    An der Elektrik hat sich vor uns schon die Wartungsmanschaft der Gendarmerie Kärnten versucht und danach noch mind 1-2 Hobbybastler. Alles in allem nicht schlimm, aber viel Arbeit um Lüsterklemmen und verdrillte Kabelenden zu entsorgen. Außerdem war noch ein neues Zündschloss fällig, wo ich prompt das falsche gekauft hab. Aber da beim originalen nur der Schließzylinder hakelig war, wurde das Schaltelement einfach hin und her getauscht.

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    Und so steht sie dann in all ihrem "Glanz" und "Gloria":

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    Noch offen ist eine Vergaserüberholung, das geht aber in einem Aufwasch mit den frisch bestellten Ansaugstutzen und neue Blinker (oder hat hier wer zwei hintere CX-Blinker über?) für hinten, sowie eine Entrostung und Lackierung des originalen vorderen Kotflügels. Dann sollte das gute Stück eigentlich Pickerl-tauglich sein.

    Mehr Bilder, Backstories, etc. wie üblich am Blog:greasygreg[PUNKT]blogspot[PUNKT]com/2018/08/phour-days-to-phantastic-honda-cx500.html
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    Beitrag von nanno am So 28 Okt - 8:12

    Ich sollte an dieser Stelle noch nachtragen: Das alles war Stand 19.8.2018, da hat sich zwischenzeitlich ein bisserl was getan, ich bin aber noch nicht dazugekommen, einen weiteren BlogPost zu schreiben.
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    Beitrag von f104wart am So 28 Okt - 12:48

    Hallo Greg,

    hast Du´s nun doch auch hierher geschafft. Very Happy


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    Beitrag von nanno am So 28 Okt - 16:02

    Bin schon fast wieder eine Woche hier - ich hab sogar ganz brav eine Vorstellung geschrieben... Shocked
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    Beitrag von nanno am Di 4 Dez - 6:57

    Auch wenn das (erfreuliche) Endergebnis so manchem Mitleser schon bekannt sein dürfte, gibts hier noch ein paar Bilder die dazwischen gehören:

    Kaum zu glauben, aber wahr, ich bin die CX mit den Vergasern in diesem Zustand Probe-gefahren:

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    Ab mit dem Vergaser ins Ultraschallbad - und wie man wieder mal sieht, die Größe ist nicht so entscheidend, wie die richtige Technik :grinsen1:

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    Unschwer zu erraten hat es "etwas mehr" als einen Anlauf gebraucht um die Vergasergehäuse sauber zu bekommen. Der aufmerksame Leser weiß aber auch, dass diese CX sehr günstig war. Das bedeutet unangenehmerweise auch, dass der Rahmen durch mind. einen Unfall etwas verzogen ist. In der Garage meines Vaters nennen wir sowas "Charakter". Zu zweit und mit den Motor überall lockern und der Hilfe von sehr langen Rohren als Verlängerung haben sich dann die beiden oberen Motorhalteschrauben wieder in ihren angestammten Platz bewegen lassen.

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    In der Zwischenzeit ist dann der Vergaser wirklich ganz gut sauber geworden - ein Zahnbürstl war aber trotzdem noch notwendig:

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    Dummerweise war da das besagte Röhrchen/Düse, dass einfach nicht raus wollte und letzten Endes dann noch ein neues linkes Vergasergehäuse erforderlich gemacht hat.

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    In diesem Sinne danke an den "F104wart" fürs Vermitteln, man sieht das neue Gehäuse im Hintergrund:

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    Und der Moment wo ich sagen muss, ich kann schon verstehen, warum manche Leute auf einen simplen Rundschieber umbauen - von links nach rechts: Choke-Mechanik, Gasschieber-Anhebung für besseres Starten und Drosselklappe.

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    Da jetzt dazwischen ein "paar" Tage Zeit waren, hab ich auch noch ordentliche Schrauben-Hardware in Edelstahl besorgt.

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    In jedem guten Projekt steckt ja immer ein bisserl von einem selbst drinnen - eine kleiner Schnitt in einer Fingerkuppe führte dazu, dass das auch bei dieser Honda nicht anders ist. Rolling Eyes

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    In der Totale. Kosmetisch ist noch ein bisserl was zu tun, aber so langsam kann man sich schon vorstellen, dass mein Vater im Frühling damit ins Büro kurvt...

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    Keine Synchronisation und alles nach Bauchgefühl zusammengesteckt am Vergaser und trotz 0 Grad in der Garage, ist sie beinahe sofort angesprungen und nach ein bissl rumspielen mit der Leerlaufschraube hat sich ein recht stabiler Leerlauf gefunden. (Den Drehzahlmesser kann man getrost ignorieren. Dem war so kalt, der ist gar nicht mehr unter 1800 U/min runtergekommen.)

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    Leider hat es dann zu Eis-regnen begonnen, was potentielle Probefahrten erfolgreich unterbunden hat. Wie gehts weiter? Jetzt wird die Arme-Leute-Guzzi eingewintert und im Frühling noch mal sauber eingestellt. Dann muss sich was an der Sitzbank und dem Elefanten-Fuß-Rücklicht ändern. Und wenn das dann läuft, dann soll mein lieber Hr. Vater mal ein paar Meter fahren. Wenn es ihm gefällt, dann hab ich hier eine 34er Flachschieber-Batterie und das nötige Rohrwerk, dass er eine andere Auspuffanlage bekommt.

    Blog (mit der englischen Version): https://greasygreg.blogspot.com/2018/12/phour-days-to-phantastic-honda-cx500.html
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    Beitrag von f104wart am Di 4 Dez - 9:01

    #In jedem guten Projekt steckt ja immer ein bisserl von einem selbst drinnen - eine kleiner Schnitt in einer Fingerkuppe führte dazu,
    dass das auch bei dieser Honda nicht anders ist. #




    Gott sei Dank! Ich dachte im ersten Moment, als ich das Bild gesehen habe, Du hättest da diese rote Dirko-Pampe
    auf die Dichtflächen geschmiert. Zum Glück ist es nun doch nur Blut.  Laughing
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    Beitrag von nanno am Di 4 Dez - 9:28

    Naja, man hat ja ein bissl Anspruch - ich nehme ausschließlich schwarzes Dirko. :-P

    (ich brauche langsam wirklich eine bessere Kamera...)
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    Beitrag von f104wart am Di 4 Dez - 9:59

    Was ist, wenn Du die Fotos einfach verkleinerst?

    Ich bearbeite alle meine Fotos mit TinyPic und verkleinere sie auf 640 x 480 Pixel. Das ist für die meisten Fälle groß genug und kostet wesentlich weniger Speicherplatz bei sehr guter Bildqualität.

    Bildgröße wählen, Fotos markieren, rüberziehen, fertig. Very Happy

    Dieses Programm, das man sich als Freeware downloaden kann, wird auch im Caferacer Forum empfohlen.


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    Beitrag von nanno am Di 4 Dez - 10:19

    Die Bildqualität passt eh, aber die Farbtreue im Vergleich zu meiner (ebenfalls uralten) DSLR ist elendig. Aber ich vermute, ich werde da einmal rumjonglieren und die alte DSLR für die Werkstatt einteilen und mir für die Hobby-Fotografie was Neues gönnen.

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