CX GL500-650 Forum

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    Air-Cut-Ventile

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    Schraube2017

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    Air-Cut-Ventile

    Beitrag von Schraube2017 am Sa 12 Aug - 16:41

    Ich habe auf meiner Urgülle Vergaser Bj.81 verbaut. Habe mir jetzt neue AC-Ventile eingebaut. Welchen Unterschied macht hier eigentlich die Länge des Pins? Die Feder meiner Ersatzteile ist komisch, aber der Pin misst nur 7,3mm. Er sollte jedoch etwa 8mm lang sein. Egal wo ich die AC-Ventile bestelle, ich bekomme immer wieder nur die kurzen Pins (siehe Schorsches Buch, Seite 163). 
    Ich denke Mal, dass hier die Ursache liegt, weshalb meine Gülle Fehlzündungen hat, obwohl die AC-Ventile neu sind. 

    Oder hat jemand eine Idee, weshalb ich trotz neuer AC-Ventile Fehlzündungen bekomme. die Vergaser habe ich im Ultraschall Bad gereinigt!
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    Re: Air-Cut-Ventile

    Beitrag von guelli02 am Sa 12 Aug - 17:28


    Der kleine Vierkantring ist auch montiert ?
    Hier
    hast Du geschaut/bestellt ?

    Fehlzündungen bei schiebendem Motor kann auch sein: Vergaser zu mager eingestellt oder defekte Dichtungen an der Auspuffanlage oder Löcher im Sammler.

    Die Zündkerzen sind sicher sehr hell (?)

    Die Feder ist eher konisch als komisch Wink

    Schraube2017

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    Re: Air-Cut-Ventile

    Beitrag von Schraube2017 am Sa 12 Aug - 18:18

    Du hast Recht. Die Feder ist KONISCH! Smile
    Den kleinen Ring hab ich auch erneuert, ebenso die Feder. Zündkerzen werde ich überprüfen. Ggf. Die Auspuffanlage neu abdichten. Was bewirkt eigentlich die Länge des Pins an den AC-Ventilen?

    Wenn ich meine alten und originalen Vergaser anbaue, habe ich dieses Problem nicht. Bei den alten Vergasern habe ich auch die AC-Ventile erneuert und habe keine Probleme damit. Deshalb mein Verdacht, dass die Ursache an den Membranen liegt.
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    f104wart

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    Re: Air-Cut-Ventile

    Beitrag von f104wart am So 13 Aug - 10:37

    Schraube2017 schrieb:Ich denke Mal, dass hier die Ursache liegt, weshalb meine Gülle Fehlzündungen hat, obwohl die AC-Ventile neu sind. 

    Ja, das könnte sein.

    Ich hatte das Problem zwar bisher noch nicht, aber ich kann´s mir sehr gut vorstellen.


    Ich denke einfach mal laut und hoffe auf konstruktive Antworten:

    Die Membranen dienen dazu, die Kraft des Luftstroms auf eine große Fläche wirken zu lassen und so die Kraft zu erzeugen, die Ventile gegen die Federkraft zu schließen.

    Die Membranen sind bei beiden Ausführungen gleich groß und erzeugen daher denselben Ventilhub.

    Ist der Ventilstößel bei der einen Ausführung nun kürzer, kann es sein, dass er deshalb nicht richtig schließt.


    Was spricht nun dagen, den Ventilstößel entsprechend zu verlängern?

    Die Differenz beträgt, wie Du oben schreibst, 0,7 mm.


    An dieser Stelle im Vergaser befindet sich kein Sprit, sondern lediglich Luft.

    Ich würde nun einfach versuchen, mit einem Locheisen, das dem Durchmesser der am Ventilstößel abgefalchten Stelle entspricht, ein Stück aus einem 0,7 mm dicken Dichtungspapier auszustanzen und mit einem guten Sekundenkleber auf den Stößel zu kleben.

    Mal abgesehen davon, ob diese Improvisation auf Dauer hält, müsste sie auf jeden Fall ausreichen, um unsere Vermutung zu bestätigen.


    Wenn dem so ist, können wir uns immer noch Gedanken um eine dauerhafte Lösung machen. Wink
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    BerndM

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    Re: Air-Cut-Ventile

    Beitrag von BerndM am So 13 Aug - 19:59

    Ich habe mir mal das air cut off valve ( Luftabsperrventil ) angesehen. Verstanden habe ich die Funktion noch nicht vollständig. Da werde ich mir noch
    eine  Skizze anfertigen müssen.
    Aber mal so im Groben. Wenn der Motor aus ist drückt die Feder den Blechteller der Membran auf den Rand der Kolbenbohrung. Der Kolben sitzt unten in
    der Bohrung. Die Bohrung hat eine Tiefe von 9 mm. Das bedeutet egal ob 7,xx oder 8,xx mm langem Messingteil, der Kolben hängt frei.
    In der Kolbenlauffläche ist eine Bohrung die nach oben zu einer der zwei Leerlaufluftdüsen ( unter dem oberen Gehäusedeckel ( Unterdruckzylinder)) führt. Eine zweite Bohrung ist im Gehäusebereich unterhalb der Membran. Auch diese Bohrung geht zu einer Leerlaufluftdüse unter dem oberen Gehäusedeckel ( Unterdruckzylinder ).
    Dann gibt es noch eine Bohrung die zur Leerlaufdüse führt.
    Dann führt noch eine Bohrung vom Vergaserauslass, vor der Drosselklappe, zum Innenbereich des Deckels vom ac valve.
    Nach meiner Einschätzung ist diese Bohrung eine Unterdruckleitung. Im Leerlauf ist die Drosselklappe geschlossen. Die Membran geschlossen weil kein
    ( kaum ? ) Unterdruck erzeugt wird. Wenn die Drosselklappe geöffnet wird wird ein Unterdruck durch die Bohrung zur Membran erzeugt und gegen die
    Federkraft die Membran angesaugt. Smit wird der Kolben des ac valve betätigt.
    Es sieht so das er die Leerlaufluftdüse in der Kolbenbohrung  verschliesst.
    Nun stellt sich mir noch die Frage welches Bauteil im Vergaser dieses System unterstützt. Noch ein paar Stunden am Vergaser und die Bewegungen
    und Luftführungen am Vergaser bei den unterschiedlichen Gassituationen überdacht und wir finden die Lösung.

    Ich gehe stark davon aus das flacher Deckel und kurzer langer Kolben und gewölbter Deckel mit langem kurzem Kolben wegen der Membran- und Kolbenwege zwingend zusammengehören. Die Bohrung der Leerlaufluftdüse muss ja verschlossen werden wenn die Membran aktiviert ist.

    Gruß
    Bernd

    Korrektur : siehe durchgestrichene Worte im letzten Absatz. Habe jetzt einen weiteren Vergaser rausgeholt. ich werde jetzt beide Vergaser nebeneinander
    legen. Da ist noch mehr, als bis jetzt gedacht.


    Zuletzt von BerndM am So 13 Aug - 21:09 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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    f104wart

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    Re: Air-Cut-Ventile

    Beitrag von f104wart am So 13 Aug - 20:42

    BerndM schrieb:Wenn der Motor aus ist drückt die Feder den Blechteller der Membran auf den Rand der Kolbenbohrung.

    Nicht, wenn der Motor aus ist, sondern im Schiebebetrieb. Wink

    Ich muss mir das auch nochmal genauer anschauen. Wie gesagt, hab ich mich bisher noch nie damit auseinander gesetzt. Ich bin halt davon ausgegengen, dass der Ventilstößel eine kleine Bohrung verschließt und nicht die Stützscheibe der Membrane als Ventil wirkt.

    Möglich aber auch, dass Du Recht hast. Dann wäre die Länge wirklich nicht entscheidend. Wink

    Wie gesagt: Meine Vergaser-Erfahrungen haben sich neben der Synchronisation bisher auf die Reinigung und die Erneuerung der Schwimmerkammerdichtung beschränkt. Mehr war noch nie nötig.
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    Re: Air-Cut-Ventile

    Beitrag von Brummbaehr am Mi 23 Aug - 9:06



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    Re: Air-Cut-Ventile

    Beitrag von BerndM am Mi 23 Aug - 20:27

    Danke Jochen,
    für die Kopie. Das rettet mich vor einer peinlichen falschen Interpretation der Funktionsweise dieses Ventils.
    Und so schön kurz und verständlich formuliert.

    Gruß
    Bernd

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    Re: Air-Cut-Ventile

    Beitrag von KaiDH am Do 31 Aug - 14:47

    Schraube2017 schrieb:Ich habe auf meiner Urgülle Vergaser Bj.81 verbaut. Habe mir jetzt neue AC-Ventile eingebaut. Welchen Unterschied macht hier eigentlich die Länge des Pins? Die Feder meiner Ersatzteile ist komisch, aber der Pin misst nur 7,3mm. Er sollte jedoch etwa 8mm lang sein. Egal wo ich die AC-Ventile bestelle, ich bekomme immer wieder nur die kurzen Pins (siehe Schorsches Buch, Seite 163). 
    Ich denke Mal, dass hier die Ursache liegt, weshalb meine Gülle Fehlzündungen hat, obwohl die AC-Ventile neu sind. 

    Oder hat jemand eine Idee, weshalb ich trotz neuer AC-Ventile Fehlzündungen bekomme. die Vergaser habe ich im Ultraschall Bad gereinigt!
    Welche Form haben die Abdeckplatten der AC-Ventile ? Flach oder wie ein Suppenteller ?
    Gruß
    Kai

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    Re: Air-Cut-Ventile

    Beitrag von cxmix am Sa 30 Sep - 12:54

    Suppenteller um die Membran in jeder Extremstellung gegen Durchscheuern zu schützen.
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    cxmix

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    Re: Air-Cut-Ventile

    Beitrag von cxmix am Sa 30 Sep - 13:02

    Also die Träger der membran. Die eigentlichen Abdeckungen habe eine Vertiefung innen. Damit die MembranWulst untergebracht ist.
    Btw : ich habe habe festgestellt dass selbst 2 stündiges schallen mit 800watt peak nicht jeden feinen Kanal frei macht. Gerade die feinen luftkanäle müssen zt. von Hand Nachbearbeitung erfahren . Hierbei kAnn kontaktreiniger aUS der ekektronik helfen. Löst Oxide und sulfate. Sprich gammel an Messing Zink und Alu. Der Einsatz von dentalsticks zur Prothesenreinigung hilft da ungemein
    Gruß quotenfriese
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    Polierteufel

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    Re: Air-Cut-Ventile

    Beitrag von Polierteufel am Mo 2 Okt - 10:55

    Ich gebe dir da Recht @ CXmix, dass Ultraschall "alleine" nicht immer 100% zum Erfolg führt.
    Nach dem Utralschallen sollte man mittels Pressluft alle Kanäle auf Durchlässigkeit kontrollieren!
    Zu Not muss man dann die Bohrungen mittels (Borstenhaar) auf Durchlässigkeit prüfen. Es gibt sicherlich noch weitere Prüfmethoden .... ob Flüssigkeit abfließt durch Bohrungen.

    Es hängt aber auch viel davon ab, welches Mittel genutzt im Ultraschallbecken um den die Vergaser zu reinigen.

    Es ist zwingend erforderlich alle Düsen und Düsenstöcke zu entfernen! Den einzelnen Vergaser lieblos in U-Becken zulegen und auf ein Wunder zu hoffen bringt nichts!!!!



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    Re: Air-Cut-Ventile

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