CX GL500-650 Forum

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    Tipps und Tricks aus der Werkstatt, für die sich ein Thread nicht lohnt

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    Beitrag von f104wart am Fr 5 Apr - 23:28

    Die Idee, die hinter diesem Tread steckt ist die, dass wir in der Werkstatt oftmals vor scheinbar unlösbaren Problemen stehen, bei denen wir zunächst nicht wissen, wie wir sie lösen sollen und dann eine zündende Idee haben, an der wir andere gerne teilhaben lassen wollen.

    Oder das wir einen Trick kennen, der anderen helfen könnte, der aber eigentlich zu banal ist, um dafür extra einen Thread auf zu machen.


    Auf diese Weise hoffe ich, dass wir hier im Laufe der Zeit eine nette Sammlung zusammen bekommen.








    ...Ich mach mal den Anfang mit zwei Problemen, die ich gerade heute Abend in der Werkstatt hatte.

    Das eine war eine zu kleine Kabeldurchführung in einem Scheinwerfergehäuse und das andere eine zu kleine Kabelöse für eine Masseverbindung.



    Beginnen wir mit der Kabeldurchführung des Hauptscheinwerfers.

    Ich wollte einen anderen Scheinwerfer an die 500er schrauben und stellte fest, dass die Durchführung für den originalen Kabelbaum deutlich zu klein ist.

    Beim originalen Scheinwerfer ist die Bohrung umgebördelt und braucht keinen Kantenschutz.
    Die scharfkantige und zu kleine Durchführung bei dem Zubehör-Scheinwerfer wird durch die dicke Gummitülle noch kleiner als sie eh schon ist.  Rolling Eyes


    Tipps und Tricks aus der Werkstatt, für die sich ein Thread nicht lohnt K640_278



    Ich stand nun vor dem Problem, das Loch aufzubohren. Vom Durchmesser her ideal wäre eine Lochsäge gewesen, die ich aber mangels Zentriermöglichkeit so nicht einsetzen konnte.

    Hier der Vergleich mit dem Originalscheinwerfer:


    Tipps und Tricks aus der Werkstatt, für die sich ein Thread nicht lohnt K640_280



    Zum Zentrieren hab ich mir aus einem Reststück Alu einen Einsatz gedreht, der sich mit einem Bund in der zu kleinen Bohrung des neuen Gehäuses zentriert und in der Mitte eine Bohrung hat, die vom Durchmesser her dem des Zentrierbohrers der Lochsäge entspricht.

    Die Senkung in der Mitte hat nichts zu bedeuten. Sie ist das Ende einer Bohrung, die in dem Rest eben schon drin war.


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    Gerade noch rechtzetig hab ich gemerkt, dass der Stopfen beim Bohren aus dem Loch rutscht und die Säge nicht mehr geführt wird.

    Als Gegenmaßnahme habe ich ein paar Scheiben und die Feder des undichten Kupplungszylinders, der noch auf der Werkbank lag, in die Säge gesteckt, um beim Sägen den Stopfen in die Bohrung zu drücken.


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    Der Lohn der Mühe war ein sauberes rundes Loch, das mit einem schmalen selbstklebenden Kantenschutz versehen eine saubere Durchführung ergab:


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    Hier nochmal der Vergleich vorher/nachher Very Happy


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    Zuletzt von f104wart am Sa 11 Apr - 16:14 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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    Beitrag von f104wart am Fr 5 Apr - 23:55

    Das zweite war die Sache mit der zu kleinen Kabelöse, um eine Masseverbindung an den Blinkerstangen im Scheinwerfergehäuse herzustellen.

    Die Kabelöse hatte nur eine 8er Bohrung und sollte auf 10 mm erweitert werden.


    Wer das schon mal versucht hat, weiß, dass dies ein hoffnungsloses Unterfangen ist. Man kann die Kabelöse weder aufbohren noch einspannen, um das Loch größer zu feilen.

    ...Oder geht das vielleicht doch?


    Nachdem ich das auch schon öfter mit verbogenen Kabelösen, blutenden Fingern und am Ende doch nur mit mäßigem Ergebnis hinter mir habe, kam mir heute die zündende Idee. Very Happy



    Dazu habe ich zwei Stücke einer Aluplatte aus der Restekiste genommen und diese nahe am Rand mit einer 8er Bohrung versehen


    Tipps und Tricks aus der Werkstatt, für die sich ein Thread nicht lohnt K640_289



    Dann hab ich den Kabelschuh zwischen den Platten mit dem 8er Bohrer zentriert, in den Schraubstock gespannt und die Platten am freistehenden Ende noch zusätzlich mit einer Gripzange zusammengezogen.


    Tipps und Tricks aus der Werkstatt, für die sich ein Thread nicht lohnt K640_290

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    Jetzt musste die Bohrung nur noch auf 10 mm aufgebohrt werden und heraus kam eine 10er Kabelöse mit einem sauberen runden und exakt mittig gebohrten Loch  Very Happy


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    ...Wenn Ihr auch solche oder ähnliche Eingebungen oder Aha-Erlebnisse habt, dann behaltet sie nicht für Euch, sondern teilt sie uns hier mit! Very Happy


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    Beitrag von JCash am Do 11 Apr - 9:06

    Hallo Ralf!

    Nach längerer Abstinenz (etliche andere Projekte, Prüfung, Heirat) bin ich auch mal wieder online.
    Saugut deine Ideen! Beim Kabeleinzug in meine Lampe musste ich ganz schön frickeln.
    Wer kennt das Problem nicht,  mal eben eine Ringöse vercrimpen wollen und nicht die richtige Größe in der Kiste.
    Mit dem Kabelösenvergrößerungsspezialwerkzeug könnte man schon fast eine kleine Serie fertigen Very Happy

    Klasse Tipp!

    Gruß Denis
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    Beitrag von Bernd_Din am Do 11 Apr - 14:04

    Hallo Ralf!

    Nette Idee solche Tips weiter zu geben.

    Gruss, Bernd
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    Beitrag von f104wart am Do 11 Apr - 14:21

    Dann macht mal weiter. Der Thread ist für alle da. Very Happy


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    Beitrag von JCash am Do 11 Apr - 19:41

    Tipps und Tricks aus der Werkstatt, für die sich ein Thread nicht lohnt 20190410
    Tipps und Tricks aus der Werkstatt, für die sich ein Thread nicht lohnt 20190411

    Von mir auch mal ein Spezialwerkzeug Very Happy Ein modifizierter Lackbecher zum Bremsflüssigkeitswechsel für alle die keine Unterdruckpumpen oder Profigeräte zur Hand haben. Auch durchaus geeignet für Leute, die Probleme mit Luft im System haben. Ich finde, dass es bei Doppelbremsscheiben und dem damit vorhandenem Verteiler gerne mal zum Problem mit Luft in der Leitung kommen kann, die durch Durchpumpen mittels Bremshebel und Befüllung von oben nicht in Griff zu bekommen ist. Vorteil bei meiner Bastler-Variante ist die Befüllung mit frischer Bremsflüssigkeit von unten. Der Behälter wird an den Lenker oder ähnliches gehängt und drückt die alte Bremsflüssigkeit nach oben zum Ausgleichsbehälter durch, wo man (m,w,d) sie dann absaugen muss. Eventuell vorhandene Luft wird dabei auch mit nach oben transportiert.

    Gruß Denis
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    Beitrag von f104wart am Mi 8 Mai - 14:58

    Montagehilfe zum Aufsetzen des hinteren Motordeckels


    Zur Montage des hinteren Motordeckels drehe ich grundsätzlich 5 lange Schaftschrauben (M8 x 120), bei denen ich die Köpfe angesägt und am Schaftende einen Schlitz für einen Schraubendreher eingeschnitten habe, in die Bohrungen im Motorblock. Eine ganz oben und jeweils zwei auf der rechten und zwei auf der linken Seite.

    So wird die Dichtung schön in Position gehalten und man kann den Deckel sauber geführt aufsetzen und ohne zu verkanten über den O-Ring der Feststellschraube für den manuellen Kettenspanner, die schaltwelle und die Gebtriebe-Ausgangswelle drücken.


    Tipps und Tricks aus der Werkstatt, für die sich ein Thread nicht lohnt K640_337

    Tipps und Tricks aus der Werkstatt, für die sich ein Thread nicht lohnt K640_338


    Wenn der Deckel sitzt, kommen als erstes die 6er Schrauben rein. Dann erst werden die Führungsbolzen entfernt und durch die 8er Schrauben ersetzt.


    Hat man einen NEC-Motor, kann man mit einem 6er Gewindestab auch den Fleihkraftregler beim Aufsetzen des Deckels sauber führen und zentrieren.


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    Beitrag von f104wart am Mo 13 Mai - 7:21

    Ventile einschleifen


    Wer an seiner CX jemals schon Ventile eingeschliffen hat, hat sich sicher auch schon über dieses tolle Werkzeug geärgert:


    Tipps und Tricks aus der Werkstatt, für die sich ein Thread nicht lohnt K640_341


    Bei größeren Ventilen am Auto mag das mit dem Saugnapf ja noch einigermaßen funktionieren, nicht jedoch bei den kleinen Ventilen in der CX. Insbersondere nicht bei den Auslaßventilen.


    Beim letzten Mal bin ich auf die Idee gekommen, den Spieß einfach umzudrehen:

    Ich spanne das Ventilschaftende in ein Bohrfutter und drehe statt des Holzstabs einfach das Bohrfutter hin  und her. Very Happy


    Je nach Größe und Gewicht des Futters muss man bei den Einschleifbewegungen das Futter gleichzeitig etws in den Sitz ziehen. Das richtige Maß dafür hat man aber ganz schnell raus. Wink


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    Beitrag von hhp am Mo 13 Mai - 13:11

    Hallo Ralf,

    schön das das hier mal gezeigt wird. Alten Schraubern ist das schon bekannt. Die Saugnäpfe halten nur einigermaßen bei neuen Ventilen.

    Nicht vergessen Ventilschaft zu ölen. Ventilschaftende mit ein wenig Klebeband umwickeln, damit der Ventilschaft nicht vom Bohrfutter beschädigt wird. Statt ziehen kann man auch von der Tellerseite mit einem Holzstab leicht gegendrücken, dann gehts leichter mit dem hin und her drehen.

    Gruß Horst
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    Beitrag von f104wart am Mo 13 Mai - 19:11

    Hallo Horst,

    warum sollte das Ventilschaftende von Borhrfutter beschädigt werden? Deine Bohrer, die weicher sind als der Ventilschaft, werden davon auch nicht beschädigt.

    Ich hab auch zum Einschleifen noch nie den Ventilschaft geölt. Wozu? Was meinst Du, warum da Ventilschaftdichtungen drauf sind, die verhindern sollen, dass Öl an den Ventilschaft kommt?


    Das Gewicht des Futters und eine ziehend/oszilierende Bewegung reicht zum Läppen völlig aus. Da mus auch nicht von der anderen Seite mit einem Holz nachgedrückt werden.

    Im Gegenteil: Durch zuviel Druck wird die Läpppaste aus dem Sitz gedrückt und der Einschleifvorgang wird unnötig verlängert, weil der Vorgang öfter wiederholt werden muss.




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    Beitrag von hhp am Di 14 Mai - 9:30

    Hallo Ralf,

    wenn ich das richtig sehe, dann hast Du den Zylinderkopf im Schraubstock eingespannt. Da liegt das Ventil fast waagerecht. Das Gewicht des Futters hat hier keinen Einfluß.

    Deshalb werden Ventile normal auch nur von Hand nur „Zylinderkopf liegend“ eingeschliffen. Dann reicht das Gewicht der Ventile aus, das dann im Ventilsitz hängt.

    Ich habe auch nicht gesagt, dass kräftig gegen gedrückt werden muss. Wenn Deine Hand so präzise ziehen und gleichzeitig drehen kann ist das ja gut. kann aber nicht jeder. Es wird auch nicht mit dem Holz nachgedrückt, sondern ich habe nur „leicht angedrückt“ geschrieben, weil das Ventil auf Deinem Bild nicht im Ventilsitz hängt sondern in der Führung liegt. Das Öl lässt leichter händeln und gleicht das Spiel zwischen Schaft und Führung aus. Das Gewicht des Futters birgt für den nicht so erfahrenen Schrauber die Möglichkeit des Verkanten, deshalb das Ventil „leicht in den Sitz drücken“! Immer bezogen auf den im Schraubstock eingespannten Zylinderkopf. Ich hab schon so viel Ventile in meinem  Schrauberleben eingeschliffen (schon über 50 Jahre)....waren alle immer dauerhaft dicht. Ventile einschleifen ist eine hoch präzise Arbeit. Und ich habe schon so viele beschädigte Bohrer gesehen....ebenso innen beschädigte Bohrfutter....

    Also, entspannt bleiben, mein Hinweis soll für diejenigen sein, die noch nicht bei diesem Thema so firm sind.

    Gruß Horst
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    Beitrag von BerndM am Di 9 Jul - 18:36

    Irgendwie gehört das Bild hier nicht hin oder doch. Liegt halt daran wie man es verkauft.
    Ich habe zugesagt es sachlich fachlich zu nutzen und dieser thread vermeidet epische Kommentierungen.
    Es macht Sinn die Bremszangen an der richtigen Seite der Tauchrohre zu verbauen. Das Entlüften gestaltet sich einfach einfacher.
    Aber fachlich funktioniert es die rechte Bremszange am linken Halter zu verbauen. Die andere Kombi funktioniert auch.

    Tipps und Tricks aus der Werkstatt, für die sich ein Thread nicht lohnt Bremsz10

    In jedem Fall wird empfohlen zum Entlüften die Entlüftungsnippel in die senkrechte Position anzustellen. Man muss es nicht zum Akt werden lassen.
    Weiterhin werden die Bremsleitungen beim Eintauchen an den Kühler anschlagen.
    Also bitte nicht aus modischen Gründen die Einkolbensättel wie dargestellt anbauen.

    Gruß
    Bernd

    P.S. Die sachliche Verwendung dieses Bilds wurde mir vom Ersteller zugestanden / erlaubt.
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    Beitrag von f104wart am Mi 28 Aug - 0:09

    Die meisten Ideen werden aus der Not heraus geboren, so auch diese.


    Ich hab die Gabel meiner 650er überholt. Nachdem die Tauchrohre poliert waren, sollte die Gabel mit neuen Standrohren, neuen Führungsbuchsen und neuen Simmerringen zusammengebaut werden.

    So weit, so gut.


    Aber dann waren da diese Gabelstopfen mit der Luftunterstützung. Rolling Eyes

    Tipps und Tricks aus der Werkstatt, für die sich ein Thread nicht lohnt K640_423


    Bei normalen Gabelstopfen spanne ich ne 17er Nuss in den Akkuschrauber, drücke den Stopfen gegen die Feder ans Standrohr und drehe ihn rein. Bei den "Luftstopfen" kann man das knicken. Ansetzen und mit nem Schlüssel drehen, bis sie "gepackt" haben, ist auch Kacke.


    Also hab ich mir auf die Schnelle aus nem Rest Alu ein Werkzeug gederht und gefräst, das ich in den Akkuschrauber einspannen, auf den Stopfen aufschieben und den dann reindrehen kann.

    Natürlich sollte man dabei (wie auch bei den normalen Stopfen) die Rutschkupplung der Maschine auf den geringsmöglichen Wert einstellen, der ausreicht, den Stopfen zu drehen, aber sofort durchrutscht, sobald das Gewinde beim Ansetzen verkantet.


    Viel erzählen muss man da nicht. Die Bilder sind eigentlich selbsterklärend:


    Tipps und Tricks aus der Werkstatt, für die sich ein Thread nicht lohnt K640_426


    Tipps und Tricks aus der Werkstatt, für die sich ein Thread nicht lohnt K640_427


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    Beitrag von DavidRHB am Mi 28 Aug - 15:28

    ... ich brauch 'ne Drehmaschine silent
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    Beitrag von f104wart am Mi 28 Aug - 16:36

    Wozu? Du hast doch gar keine luftunterstütze Gabel. lol!


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    Beitrag von DavidRHB am Mi 28 Aug - 21:03

    ne ... aber man kann so viel Spielzeug damit machen cheers cheers cheers cheers cheers cheers cheers
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    Beitrag von f104wart am So 29 Sep - 20:08

    Ich hab mal wieder die leidvolle Aufgabe, einen Motor zu machen, bei dem eine Kopfdichtung durch war und das Öl mit dem Wasser emulgiert ist.


    Damit mir jetzt nicht auch noch das Restwasser aus den Wassermänteln über die Werkbank läuft, habe ich dieses vorher abgelassen.

    Bisher hab ich da immer irgendwas drunter gehalten, um das Wasser aufzufangen, aber irgendwie wollte das alles nicht so recht passen.

    Heute hatte ich nur die Idee, eine leere Wasserflasche mit der Flex zu "köpfen" und hab das Gewinde schräg weg geschnitten.

    So passt die Flasche wunderbar unter die Öffnung am Motorgehäuse und den Steckschlüssel kann man auch noch ansetzen:


    Tipps und Tricks aus der Werkstatt, für die sich ein Thread nicht lohnt K640_476

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    ...und das gute daran: Nach Gebrauch kann man die Flasche immer noch in die Pfandrückgabe geben und bekommt sein Geld zurück. Very Happy


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    Beitrag von OBS am So 29 Sep - 20:55

    Ich, zum Beispiel, fahre bereits seit mindestens 10 Jahren mit einem BVF-Flachschieber-Vergaser an der RT 125 herum (locker um die 10.000 km), der einen Haarriss an der Schwimmerkammer hat. Da ich sämtliche Bearbeitungsdrückstände (Feil-, oder sonstige Späne) aufhebe, habe ich ALU-Feil-Späne mit Epo-2 Komponenten-Kleber gemischt, den Haarriss mit einem V-Schnitt bearbeitet, ordentlich gereinigt und zu geklebt. Hält, wie gesagt seit vielen Jahren.

    Vielleicht hilft es ja jemanden.


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    Beitrag von f104wart am So 2 Feb - 17:14

    Gestern hab ich mal wieder etwas improvisieren müssen.  Very Happy


    Zum Einbau des rechten Schwingenlagers in meinen frisch gepulverten Rahmen wollte ich keinen Hammer nehmen.

    Also hab ich das Lager mit einem "Druckstück mit Loch", das ich noch von der Anfertigung meines Halters für das Ölsieb der 650er rumliegen hatte, und zwei miteinander verschraubten Resten eines 12er Gewindestabs, die sich an einer passenden U-Scheibe am gegenüberliegenden Lager abgestützt haben, rein gedrückt.

    Abgesehen davon, dass ich mit dem Hammer nicht daneben hauen konnte hatte diese Variante noch den Vorteil, dass sich die Buchse beim Reindrücken nicht verkantet hat. Very Happy



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    Beitrag von BerndM am So 2 Feb - 21:08

    Gute Idee.
    Weitere Möglichkeit für denjenigen der nicht diesen Vorrat an Gewindestangen und Druckstücken hat. In den Lagertopf mittig ein Loch
    bohren. Dicke Karosseriescheibe auf den Kragen legen,Lange Schraube nach aussen durchstecken, Dicke Karroserie-
    unterlegschraube auf das äussere Rohrende legen in das der Lagertopf eingezogen werden soll. Mutter drauf. Mittels der Mutter den Lager-
    topf einziehen. Das Loch im Lagertopf verschliesst man mit einem kurzen Kunststopfproppen mit Kragen. Z.B. eine der Abdeckkappen die
    man zum Abdecken von Schrauben im Möbelbau übrig hat. Oder ganz billig mit tape.
    Loch also je nach Verschlussmaterial so im Ø 10 - 13 mm Bereich.  

    Gruß
    Bernd

    Nachtrag / Ergänzung: Mittels PN erhielt ich einen Hinweis und eine Frage. Ja ich habe es schon mal auf diese Weise durchgeführt.
    Und es hat sich ein Fehler eingeschlichen. Bzw. Ich hatte den Schraubenkopf nicht auf dem Boden des Lagertopfs aufliegen lassen,
    der Boden mag sich verziehen. Vielmehr hatte ich auch auf den Kragen des Lagertopfs eine Karosseriescheibe gelegt, bzw. in meinem
    Fall einen Rest 10 mm Aluplatte mit überlappender Breite und Länge und halt einem Loch in der Mitte.
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    Beitrag von Robelli am Do 6 Feb - 13:09

    Auch ein Tipp von mir: Wenn man keine Lüfter-Abdrückschraube hat, geht auch eine Radschraube von Muttis Skoda Fabia Smile
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    Beitrag von OBS am Do 6 Feb - 16:27

    Da habe ich aber Glück das Mutti Fabia fährt.
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    Beitrag von Febra am Do 6 Feb - 18:21

    Auch vom Oldtimer Opel Rekord Bj.58-64, die habe ich selber in Benützung.
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    Beitrag von f104wart am Do 6 Feb - 20:30

    Die meisten PKw haben M14 x 1,5er Radschrauben oder Muttern. Wir müssen jetzt nicht alle einzel aufzählen.  Wink


    ...Das Problem ist halt nur, dass diese Schrauben nicht plangedreht sind und einseitig drücken können. Dadurch kann sich die Nabe unter Umständen auf dem Konus verkanten und geht schwerer runter als wenn sie achsparallel abgezogen wird.

    Wenn der Lüfter "normal" runter geht, ist das kein Thema, aber wenn er richtig fest sitzt und angegammelt ist, kann es schwierig werden. Zumindest ist das dann nicht gut für das Innengewinde, weil es einseitig belastet wird. Und wenn´s die Gewindegänge dann raus zieht, hat man verloren.


    Bevor man in diesem Fall zu viel Spannung auf die Schraube gibt, hilft ein sogenannter "Setzschlag". Das bedeutet: Man spannt die Schraube etwas vor und schlägt mit einem Hammer einmal satt auf den Schraubenkopf. Das hilft beispielsweise auch beim Lima-Rotor, wenn man keinen Schlagschrauber hat.  Wink




    _________________
    Gruß Ralf


    1,618033…



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    Beitrag von BerndM am Mo 13 Apr - 13:10

    Es gibt einige Anleitungen zum Öffnen und Verschliessen der CX Instrumente. Das Öffnen ist einfach aber das Verschliessen ist je nach Variante mit Einschränkungen an Dichtigkeit oder Ansehnlichkeit verbunden.

    Ich bin der Überzeugung das meine aktuelle Version schon mal ein guter Ansatz ist die Armatur wieder dicht zu bekommen und je nach Geschick und Geduld optisch auch einen guten Zustand zu erreichen.
    Da ich leider nicht unbedingt meine Bastelarbeiten dokumentiere sind die Bilder zusammengewürfelt.

    Geöffnet wird der Verschlussring auf der Unterseite mittels Hochbördeln des umgelegten Rings. Verwendet werden dazu ein schmaler Schlitzschraubendreher der flach angesetzt wird für die erste Hebelrunde. Danach verwendet mal einen breiteren Schraubendreher der steiler angestellt
    wird. Achtung ! Wenn man bei dieser Aktion das Instrument in der Hand hält, so wie ich es mache, und der Schraubendreher abrutscht gibt es blutende Macken an der Hand. Handschuh aus festerem Material ist angesagt.

    Beispiel für das Öffnen ist ein CB Drehzahlmesser.

    Tipps und Tricks aus der Werkstatt, für die sich ein Thread nicht lohnt Ring_o10

    Tipps und Tricks aus der Werkstatt, für die sich ein Thread nicht lohnt -4661410

    Tipps und Tricks aus der Werkstatt, für die sich ein Thread nicht lohnt Einzel10

    Die weitergehenden Arbeiten im zerlegten Tacho erfolgen nun nach eigenem Anspruch und Bedarf.

    Für das wieder Verschliessen des Instruments mittels Umbördeln des Rings habe ich mir für CX Instrumente eine kleine Spannvorrichtung angefertigt. Unten eine ca. 10 mm starke Aluplatte.Von oben eine Gegenplatte zum Vorspannen des innenligenden Dichtrings und fixieren des
    Instruments.
    Zum Verspannen der zwei Platten benötigt man 4 Gewindestangen M 6 ca. 90 mm lang, ein paar U-Scheiben und Muttern. Die zwei Gummitüllen sind die originalen Tüllen die in der Instrumentenhalterung die Instrumente schwimmend lagern.

    Tipps und Tricks aus der Werkstatt, für die sich ein Thread nicht lohnt Hilfsv10

    Nach dem Verspannen in mehreren Runden mit Schraubendreher, Durchschlag und einem Hammer den Rand des Verschluss wieder umlaufend auf den Rand des Instrumentengehäuses umlegen.

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    Da über die Verschlussringe der CX Instrumente wieder ein Gummiring montiert wird ist der
    optische Eindruck der Bördelkante nicht zwingend optisch perfekt zu gestalten.

    Bei CX C / GL oder auch dem im ersten Bild dargestellten CB Instruments benötigt man, da sich der Verschlussring nicht einseitig am Gehäuse befindet noch zum Gegenhalten einen Distanzring. Weiterhin bleibt die Bördelkante sichtbar. Verdecken kann man diese unschöne Bördelelei mit dem Spannring der Chrombecher die über die obere Gehäusehälfte gesteckt werden. Mit oder ohne Chrombecher.

    Gruß
    Bernd





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