CX GL500-650 Forum

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    Renovation CX500 in Phase II

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    Renovation CX500 in Phase II Empty Renovation CX500 in Phase II

    Beitrag von sg38fn am So 8 März - 14:14

    Werte CX- Gemeinde,

    nachdem ich von diesem Forum und eurer Unterstützung schon sehr viel profitiert habe und auch immer wieder profitiere, möchte ich euch an dieser Stelle mal wieder einen Input geben und über den aktuellen Stand der Renovation meiner CX500 berichten. Für die Profis unter euch wird das nicht besonders spannend sein, aber für die Beginner unter euch vielleicht schon.

    Ich denke auch, dass meine Renovation ein schönes Beispiel dafür ist, welche Unterstützung mit Rat und Tat man von den zahlreichen Experten in diesem Forum erhalten kann.

    Hintergrund meiner CX- Begeisterung ist es, dass ich in meiner Jugend zunächst eine Honda CB400N mit 43PS besessen und gefahren habe. Nach einem unverschuldeten Unfall bekam ich damals für eine Woche eine CX500 als Leihmaschine, die mich total begeistert hatte. Allerdings konnte ich mir diese Maschine - seinerzeit als Student - nicht leisten, so dass ich bei der CB400N geblieben bin.

    Nach vielen Jahren habe ich mir Anfang 2018 eine gebrauchte CX500 (37kW) mit 74.000km in einem noch ziemlich guten Zustand (ungefähr 3) gekauft, siehe Foto:

    Renovation CX500 in Phase II Foto-110

    Mein Ziel ist es die Honda wieder in die Nähe vom Neuzustand zu bringen und dabei möglichst nahe am Originalzustand zu bleiben. Technische Verbesserungen erlaube ich mir hierbei allerdings schon.

    Mein Gedanke war es zunächst nur Notwendiges bzw. Offensichtliches zu verbessern und danach mit der Honda zu fahren, um zu sehen was alles noch zu machen ist.

    Aus diesem Grund habe ich die Renovation in zwei Phasen unterteilt. Phase I hatte ich über den Winter 2018/2019 durchgeführt und dabei folgende Erneuerungen bzw. Verbesserungen durchgeführt:
    - Neue Lackierung von einem Lackierer machen lassen. Ärgerlich war es, dass die Aufkleber auf dem Tank nicht gepasst hatten und nachgeschnitten werden mussten.
    - Neue Bremsbeläge hinten montiert.
    - Vergaser mit WD40 und Bremsenreiniger selbst gereinigt und Düsen und Dichtungen erneuert.
    - Neuen Abgassammler (Nachbau) montiert.
    - Neue Auspuffendrohre (Nachbau) montiert.
    - Ignitech-Zündung eingebaut.
    - Härtere Gabelfedern von Wirth eingebaut.
    - Alle Glühbirnen erneuert.
    - Neue Reifen montiert.
    - Neue Cockpitscheibe (Nachbau Bernt Muhl).
    - Neuen Benzinhahn und neuen Filter eingesetzt.
    - Wartung durchgeführt und alle Flüssigkeiten erneuert.

    Das Foto zeigt das Ergebnis nach Phase I:

    Renovation CX500 in Phase II Foto-210

    Die Reserve vom Steuerkettenspanner habe ich mit einem Zahnarztspiegel und einem Endoskop geprüft, siehe Foto:

    Renovation CX500 in Phase II Foto-310

    Nach diesem Foto und einer anschließenden Hochrechnung über die Geometrie des Steuerkettenspannhebels, sollte die Reserve noch für mindestens 20.000km ausreichen.
    @Jochen (alias Brummbär): vielen Dank für die Übermittlung der genauen Geometrie des Spannhebels!

    An der Wasserpumpe ist noch keine Undichtigkeit zu erkennen, so dass ich den Einbau einer neuen Dichtung erst mal zurückgestellt habe.
    In der letzten Saison bin ich etwa 3.000km gefahren und habe dabei folgende Probleme festgestellt:
    - Mangelnder Durchzug bei hoher Drehzahl (> 7.000rpm) und Vollgas, was besonders beim Überholen extrem nervig war. Der Durchzug wurde sofort besser, wenn ich den Gasdrehgriff etwa 10% bis 15% zurückgedreht hatte.
    - Trotz Stahlflex- Leitungen und neuer Sintermetall Bremsbeläge hat die Vorderbremse nicht so gezogen, wie ich das von früher vom Neuzustand so einer Maschine in Erinnerung hatte.
    - Beim Einkuppeln im warmen Zustand sprang die Kupplung auch dann, wenn ich diese nur sehr langsam kommen ließ.
    - An kalten Tagen hing die vom Tacho angezeigte Geschwindigkeit der realen Geschwindigkeit merklich hinterher.
    - Auf einer der letzten Fahrten riss die Antriebswelle vom Drehzahlmesser ab.
    - Bei der Demontage vom Kühler war der Motor hinter dem Kühler stark verölt, vermutlich weil das Getriebe der Drehzahlmesserwelle undicht war.

    Für die Phase II der Renovation habe ich mir über den Winter 2019/2010 folgende Maßnahmen umgesetzt:
    - Ansaugkrümmer inklusive der O-Ringe erneuert.

    - Professionelle Vergaserüberholung durchführen lassen von Micha, siehe Foto:

    Renovation CX500 in Phase II Foto-410

    Micha hatte festgestellt, dass Primär- und Sekundärdüse vertauscht eingebaut waren. Mit hoher Wahrscheinlichkeit war dies die Ursache für den mangelnden Durchzug bei Vollgas, weil der Motor In der Nähe von Vollgas zu fett lief.

    @Micha (alias Polierteufel): nochmals vielen Dank für deine Unterstützung!

    - Verstärkte Kupplungsfedern eingebaut, um damit das unerwünschte Springen der Kupplung zu beseitigen.

    @Ralf (alias f104wart): danke für deine Beratung und die Beschaffung der Hardware!

    - In den Tacho habe ich zunächst einfach mal WD40 eingesprüht. Sofern dies nicht helfen sollte, werde ich den Tacho aufsägen und reinigen, so wie dies hier im Forum bereits ausführlich beschrieben wurde. An einem alten Schrott- Tacho
     habe ich das schon mal geübt. Allerdings würde ich das Innenleben nicht komplett zerlegen, sondern nur einige Tage in WD40 einlegen. Danach abtrocknen und alles wieder zusammenbauen, das sollte genügen.

    - Getriebe der Drehzahlmesserwelle zerlegt, gereinigt und neue Dichtungen eingesetzt, siehe Fotos:

    Renovation CX500 in Phase II Foto-510
    Renovation CX500 in Phase II Foto-610
    Renovation CX500 in Phase II Foto-710

    @Ralf: nochmals danke für deine Beratung und die Beschaffung der benötigten Dichtungen!

    - Drehzahl- und Tachometerwelle erneuert.
    - Gas-, Kupplungs- und Chokezug erneuert.
    - Iridium Zündkerzen und K&N Sportluftfilter eingebaut.
    - Neue Kerzenstecker eingebaut, Widerstand aus Kerzenstecker entfernt und durch eine 5mm- Messingstange ersetzt.

    @Schorsche: danke für diesen Tipp in deinem Handbuch!

    - Steuerkette nachgespannt und Ventilspiel eingestellt: EV: 0.09mm und AV: 0.11mm. Habe von Ralf gelernt, dass man bei 37kW auch die alten Werte (EV: 0.08mm und AV: 0.10) einstellen kann, was ich bei der nächsten Einstellung so
     übernehmen werde.

    - Seitliche Kühlerverkleidung poliert und Kunststoffemblem durch gelbe Strahler ersetzt, siehe Foto:

    Renovation CX500 in Phase II Foto-810

    - Ventilhauben, Kupplungsdeckel und Krümmerkronen von Micha polieren lassen, siehe Foto:

    Renovation CX500 in Phase II Foto-910

    @Micha: nochmals vielen Dank hierfür!

    - Kühlereinfassung und Ölfiltergehäuse mit hitzefestem Lack lackiert, siehe Foto:

    Renovation CX500 in Phase II Foto-111

    - Der Sammler war bereits wieder rostig: deswegen habe ich diesen in einem Zitronensäurebad entrostet und mit hitzefestem Lack neu lackiert, siehe Fotos:

    Renovation CX500 in Phase II Foto-113
    Renovation CX500 in Phase II Foto-112

    Beim Abschleifen des Sammlers dachte ich zuerst, dass dieser mit brauner Farbe grundiert war… bis ich festgestellt habe, dass dies keine Grundierung, sondern Rost war! Offensichtlich wurde der Nachbausammler einfach in rostigem Zustand lackiert. Deswegen war der nach 3.000km (ohne Regen) auch schon wieder rostig.

    Der Händler, bei dem ich das Motorrad gekauft habe, hatte neue Sintermetallbeläge eingebaut (die roten von Brembo). Er meinte, dass dies sinnvoll sei, weil die alten Bremsscheiben „hart“ wären. Der Händler hatte sich zwar nicht ganz korrekt ausgedrückt, weil die Bremsscheiben nicht „hart“ werden, aber prinzipiell hatte er das Kernproblem benannt. Nach weiteren Recherchen wurde ich fündig: die Scheiben werden nicht „hart“, aber es gibt die Hypothese, dass sich in den deutlich sichtbaren Rillen alter Bremsscheiben (siehe Foto unten) die verglasten Reste von alten Bremsbelägen ablagern. Diese vermindern somit den Reibwert zwischen Bremsbelag und Scheibe, so dass auch mit neuen Belägen keine optimale Bremswirkung erreicht wird.

    Aus diesem Grund wollte ich zunächst neue Bremsscheiben kaufen. Nach einigem Suchen habe ich eine wesentlich günstigere Alternative entdeckt und die Bremsscheiben in einem Fachbetrieb planschleifen lassen. Nach dem berühmten Dreisatz wird die verbleibende Dicke der Bremsscheiben noch für etwa 20.000km ausreichen, siehe Fotos „vorher“ und „nachher“:

    Renovation CX500 in Phase II Foto-115
    Renovation CX500 in Phase II Foto-114

    Zusätzlich habe ich neue, organische Bremsbeläge von Lucas eingebaut.

    - Die Motorembleme „Honda“ habe ich mit hitzefestem Lack schwarz lackiert und danach die Ränder mit 1000-er Nassschleifpapier wieder abgeschliffen, siehe Foto:

    Renovation CX500 in Phase II Foto-116

    - Gabelstützen demontiert, zerlegt, gereinigt, Gabeltauchrohre abgeschliffen, neu lackiert, neue Staubkappen eingesetzt und neues Gabelöl eingefüllt, siehe Foto:

    Renovation CX500 in Phase II Foto-117


    @Ralf: besten Dank für deine kompetente Beratung bezüglich des korrekten Zusammenbaus!

    - Lenkkopflager (Kegelrollenlager war bereits montiert) nachgefettet und nachgestellt (mit Hakenschlüssel nach Gefühl nachgezogen).
    - Seitenständer demontiert und das Spiel mit Unterlegscheiben reduziert.
    - Schwingenlager: inneren Bolzen mit 10Nm nachgezogen.
    - Lenkergewichte montiert.
    - Neue Rückspiegel montiert, die alten sind am Fuß verrostet.
    - Motoröl, Kardanöl, Kühlflüssigkeit und Bremsflüssigkeit erneuert.

    Nach einer ersten Testfahrt sind folgende Probleme behoben bzw. nicht behoben:
    - Mangelnder Durchzug bei hoher Drehzahl (> 7.000rpm) und Vollgas: Motor zieht jetzt auch bei Vollgas durch, Problem beseitigt

    - Mangelnde Bremswirkung der Vorderbremse: werde Bremse erst noch einbremsen müssen über etwa 200km, aktuell noch keine Aussage möglich.

    - Springende Kupplung: die stärkeren Federn haben ausgereicht um das Springen der Kupplung zu verhindern

    - Tachoanzeige hängt der realen Geschwindigkeit hinterher: Problem tritt bei Temperaturen unter 20°C noch immer auf, werde den Tacho irgendwann zerlegen und reinigen

    - Ölundichtigkeit am Drehzahlmesserwellengetriebe: sollte jetzt dicht sein, aber nur zweifelsfrei erkennbar bei demontiertem Kühler

    Anbei noch zwei Fotos vom Gesamtergebnis:

    Renovation CX500 in Phase II Foto-118
    Renovation CX500 in Phase II Foto-119

    Ideen für Phase III habe ich auch schon, dazu später mehr  Very Happy


    Gruß
    Günni
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    Beitrag von BerndM am So 8 März - 15:40

    Hallo Günni,
    Die Motivation für die Renovierung ist bewundernswert.
    Ich weis auch was Teil von Stufe 3 sein wird. Den linken Seitendeckel richtig einhängen . Very Happy

    Mal so nebenbei. Auf dem Bild der Abtriebswelle vom Drehzahlgetriebe hast Du eine Anlaufscheibe bildlich unterschlagen ?
    Im Grund der Aufnahmebohrung der Welle befindet sich normalerweise eine kleine gehärtete Scheibe.

    Gruß
    Bernd
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    Beitrag von f104wart am So 8 März - 19:12

    Wenn Günni Glück hat, ist die Anlaufscheibe im Gehäuse kleben geblieben und er hat sie nicht bemerkt.

    Ausbauen würde ich das Nockenwellenlager und den Drehzahlmesserantrieb deswegen aber nicht mehr.



    Ich denke auch, dass die Sintermetallbeläge ein Griff ins Klo waren, weil die Materialpaarung von Bremsscheibe und Reibbelag überhaupt nicht zusammen passen.

    Wenn Du nachhaötig eine bessere Bremsleistung haben möchtest, dann denk mal über DoKoSättel und dazu passende Bremsscheiben nach. Auch mit den 240er Scheiben und DoKoSätteln erreichst Du eine spürbare Verbesserung der Bremswirkung.

    Bei nächsten Ausbau des Hinterrads empfehle ich Dir, den Bremsnocken aus der Ankerplatte auszubauen und die Kanten, die die Backen auseinander drücken (also oben rechts und unten links) gleichmäßig zu verrunden. Damit spricht die Bremse besser an und lässt sich besser dosieren.


    ...Notfalls machen wir das im Mai, wenn ich nach Friedrichshafen komme, mal gemeinsam.

    Danach testen wir das auf der Strecke von Wangen nach Kißleg oder Ratzenried, damit auch das Profil der BT45 an den unbenutzen Rändern mal Asphaltkontakt kommt.  Very Happy


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    Gruß Ralf


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    Beitrag von Kölnerfluse am So 8 März - 20:15

    Schön zu sehen, wie liebevoll und mit Herzblut die Sache angegangen wird.
    Ich wünschte, ich wäre bei meinem CX500 Gespann auch schon so weit (dabei habe ich noch nicht mal angefangen...)
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    Beitrag von DavidRHB am So 8 März - 22:19

    Sehr schön Exclamation
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    Beitrag von sg38fn am Mo 9 März - 8:29

    BerndM schrieb:Hallo Günni,
    Die Motivation für die Renovierung ist bewundernswert.
    Ich weis auch was Teil von Stufe 3 sein wird. Den linken Seitendeckel richtig einhängen . Very Happy

    Mal so nebenbei. Auf dem Bild der Abtriebswelle vom Drehzahlgetriebe hast Du eine Anlaufscheibe bildlich unterschlagen ?
    Im Grund der Aufnahmebohrung der Welle befindet sich normalerweise eine kleine gehärtete Scheibe.  

    Gruß
    Bernd

    Hallo Bernd,
    danke für deine Rückmeldung, damit habe ich immerhin schon ein klares Ziel für Phase III Very Happy

    Bezüglich der kleinen gehärteten Scheibe hoffe ich, dass ich diese übersehen habe und sie sich weiterhin dort befindet, wo sie hingehört Embarassed


    Gruß
    Günni
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    Beitrag von sg38fn am Mo 9 März - 8:38

    f104wart schrieb:Wenn Günni Glück hat, ist die Anlaufscheibe im Gehäuse kleben geblieben und er hat sie nicht bemerkt.

    Ausbauen würde ich das Nockenwellenlager und den Drehzahlmesserantrieb deswegen aber nicht mehr.



    Ich denke auch, dass die Sintermetallbeläge ein Griff ins Klo waren, weil die Materialpaarung von Bremsscheibe und Reibbelag überhaupt nicht zusammen passen.

    Wenn Du nachhaötig eine bessere Bremsleistung haben möchtest, dann denk mal über DoKoSättel und dazu passende Bremsscheiben nach. Auch mit den 240er Scheiben und DoKoSätteln erreichst Du eine spürbare Verbesserung der Bremswirkung.

    Bei nächsten Ausbau des Hinterrads empfehle ich Dir, den Bremsnocken aus der Ankerplatte auszubauen und die Kanten, die die Backen auseinander drücken (also oben rechts und unten links) gleichmäßig zu verrunden. Damit spricht die Bremse besser an und lässt sich besser dosieren.


    ...Notfalls machen wir das im Mai, wenn ich nach Friedrichshafen komme, mal gemeinsam.

    Danach testen wir das auf der Strecke von Wangen nach Kißleg oder Ratzenried, damit auch das Profil der BT45 an den unbenutzen Rändern mal Asphaltkontakt kommt.  Very Happy

    Hallo Ralf,

    danke für deine Rückmeldung.

    Werde mal sehen wie die Bremse zieht, wenn sie eingefahren ist. Falls das Ergebnis noch immer unbefriedigend sein sollte, werde ich deine Anregung aufgreifen und über DoKo-Sättel nachdenken.

    Und ja, um die unbenutzten Ränder der Reifen sollten wir uns unbedingt mal kümmern, wenn du wieder in der Nähe von FN zu tun hast Very Happy


    Gruß
    Günni
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    Beitrag von sg38fn am Mo 9 März - 17:09

    Nachtrag: bei meiner zweiten Probefahrt habe ich gesehen, dass die Nadel des Drehzahlmessers - ganz im Gegensatz zu der vom Tacho - ab etwa 4.000 rpm anfängt wild auszuschlagen, obwohl die Drehzahlmesserwelle neu ist  Sad

    Kann es helfen die Drehzahlmesserwelle zu ölen oder hat einer von euch noch eine andere Idee?


    Gruß
    Günni
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    Beitrag von Waterbrunn am Mo 9 März - 18:02

    Du kannst es nochmals mit Reinsprühen von Balistol (!) probieren.

    Die Bewegung des Zeigers wird mit einem L-Förmigen Draht, der in einer mit Fett gefüllten Dose läuft, gedämpft. Dieses Fett verhärtet mit den Jahren. Dann kratzt dieser Draht einen Graben und dann wird er nicht mehr gedämpft. Balistol und hoffentlich bald steigende Außentemperaturen sollten das Fett wieder soweit geschmeidig machen, dass die Dämpfung wieder funktioniert.


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    Beitrag von BerndM am Mo 9 März - 18:06

    Hallo Günni,
    Ja ich habe eine andere Idee. Ursachenforschung.
    Spinnt der Drehzahlmesser ? Spinnt die Welle ? Oder doch ein kleines Problem in den Abtrieb der Nockenwelle eingebaut ?
    Also systematisch.
    Drehzahlmesser an alter Welle betreiben. Mit Bohrmaschine auf Linkslauf, Du kommst an 6 000 U/min ran.
    Wenn das i.o. Wellenverlegung prüfen.
    Wenn nicht i.o. . Drehzahlmesser prüfen. An einen Nagel 4 kant anfeilen und Kopf absägen. Bohrmaschine s.oben.
    Wenn i.o. . Drehzahlwelle ölen, glaube ich aber nicht dran.

    An die letzte Möglichkeiot wollen wir jetzt nicht denken. Deine Renovierung des Nockenwellenhalters in Frage stellen.

    Gruß
    Bernd
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    Beitrag von OBS am Mo 9 März - 18:45

    Manchmal hat es schon geholfen , die Überwurfmutter nicht so fest anzuziehen.
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    Beitrag von WoDi_CX am Mo 9 März - 19:22

    Du hast schon viel erreicht. Glückwunsch
    Jörg2404
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    Beitrag von Jörg2404 am Mo 9 März - 22:14

    Von mir gibt's 👍👍👍 , find ich gut, erhalten und restaurieren.

    Wenn dein Sammler wieder soweit ist schau mal nach "flammspritzen" das hält ewig. Das hatte ich mal auf einem Lehrgang, es wird vor allem in der offshore Technik eingesetzt und bietet einen guten Korrosionsschutz. Im NX forum hat der Admin seinen Rahmen und Auspuff machen lassen.

    Gruß Jörg
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    Beitrag von sg38fn am Di 10 März - 8:27

    Waterbrunn schrieb:Du kannst es nochmals mit Reinsprühen von Balistol (!) probieren.

    Die Bewegung des Zeigers wird mit einem L-Förmigen Draht, der in einer mit Fett gefüllten Dose läuft, gedämpft. Dieses Fett verhärtet mit den Jahren. Dann kratzt dieser Draht einen Graben und dann wird er nicht mehr gedämpft. Balistol und hoffentlich bald steigende Außentemperaturen sollten das Fett wieder soweit geschmeidig machen, dass die Dämpfung wieder funktioniert.

    Hallo EO,
    besten Dank für deinen Tipp und die Erläuterung wie die Dämpfung des Zeigers realisiert ist. Werde demnächst mal Balistol in den Drehzahlmesser einsprühen.

    Gruß
    Günni
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    Beitrag von sg38fn am Di 10 März - 8:37

    BerndM schrieb:Hallo Günni,
    Ja ich habe eine andere Idee. Ursachenforschung.
    Spinnt der Drehzahlmesser ? Spinnt die Welle ? Oder doch ein kleines Problem in den Abtrieb der Nockenwelle eingebaut ?
    Also systematisch.
    Drehzahlmesser an alter Welle betreiben. Mit Bohrmaschine auf Linkslauf, Du kommst an 6 000 U/min ran.
    Wenn das i.o. Wellenverlegung prüfen.
    Wenn nicht i.o. . Drehzahlmesser prüfen. An einen Nagel 4 kant anfeilen und Kopf absägen. Bohrmaschine s.oben.
    Wenn i.o. . Drehzahlwelle ölen, glaube ich aber nicht dran.

    An die letzte Möglichkeiot wollen wir jetzt nicht denken. Deine Renovierung des Nockenwellenhalters in Frage stellen.

    Gruß
    Bernd
     

    Hallo Bernd,
    vielen Dank für deine Anregung.

    Mit diesem strukturierten Vorgehen sollte sich die Ursache finden lassen. Ich werde das demnächst in Angriff nehmen und
    darüber berichten Smile

    Gruß
    Günni
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    Beitrag von sg38fn am Di 10 März - 8:40

    OBS schrieb:Manchmal hat es schon geholfen , die Überwurfmutter nicht so fest anzuziehen.

    Hallo Thomas,
    danke für deinen Tipp.

    Manchmal sind Kleinigkeiten die Ursache, das werde ich auf alle Fälle auch ausprobieren  Smile


    Gruß
    Günni
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    Beitrag von sg38fn am Di 10 März - 8:41

    WoDi_CX schrieb:Du hast schon viel erreicht. Glückwunsch

    Hallo WoDi,
    besten Dank!

    Gruß
    Günni
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    Beitrag von sg38fn am Di 10 März - 8:43

    Jörg2404 schrieb:Von mir gibt's 👍👍👍 , find ich gut, erhalten und restaurieren.

    Wenn dein Sammler wieder soweit ist schau mal nach "flammspritzen" das hält ewig. Das hatte ich mal auf einem Lehrgang, es wird vor allem in der offshore Technik eingesetzt und bietet einen guten Korrosionsschutz. Im NX forum hat der Admin seinen Rahmen und Auspuff machen lassen.

    Gruß Jörg

    Hallo Jörg,
    besten Dank!

    Das Thema "Flammspritzen" werde ich im Hinterkopf behalten Smile

    Gruß
    Günni
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    Beitrag von Funkie am Di 17 März - 19:56

    Hallo Günni,

    Capeau vor Deiner Leistung.

    Auch ich möchte diesen Faden dazu nützen, danke zu sagen.

    Ich habe mir 2017 nach einer Pause von mehr als 20 Jahren wieder eine CX500C angeschafft.

    Dass ich mittlerweile als 70-jähriger zunehmend Spaß an meiner Schönen habe, sowohl am Schrauben, als auch am Fahren, habe ich dem Forum zu verdanken.

    Wenn mir einer prophezeit hätte, dass ich auf meine alten Tage Gabelholme montiere, Ventile einstelle und Vergaser aus- und einbaue, um nur die für mich größeren Gewerke zu benennen, ich hätte es nie geglaubt.

    Ohne die Unterstützung aus dem Forum wäre das nie möglich gewesen. Ich verkneife es mir, Namen zu nennen aus Angst den einen oder anderen zu vergessen.

    @Günni: Dein Problem mit dem DZM hatte ich nach der Winterpause 2019 auch, es hat sich nach einigen Fahrten bei wärmeren Außentemperaturen von selber erledigt. Mittlerweile habe ich einen funktionierenden Ersatz im Haus (40.--€ aus der Bucht), den ich montieren werde, sollte ich wieder Probleme haben. Dann  zerlege ich den alten und werde berichten.


    Grüße aus München

    Willie
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    Beitrag von sg38fn am Mi 18 März - 8:15

    Funkie schrieb:
    @Günni: Dein Problem mit dem DZM hatte ich nach der Winterpause 2019 auch, es hat sich nach einigen Fahrten bei wärmeren Außentemperaturen von selber erledigt. Mittlerweile habe ich einen funktionierenden Ersatz im Haus (40.--€ aus der Bucht), den ich montieren werde, sollte ich wieder Probleme haben. Dann  zerlege ich den alten und werde berichten.


    Grüße aus München

    Willie

    Hallo Willie,

    vielen Dank für deine positive Rückmeldung Very Happy

    Nach dem Rat der Kollegen (siehe oben) habe ich am letzten Wochenende systematisch die Ursache gesucht und den Drehzahlmesser als die
    Quelle des Übels identifiziert. Um nicht lange herumlaborieren zu müssen habe ich kurzerhand einen nagelneuen Drehzahlmesser bestellt.

    Ein Gag am Rande war es, dass ich bei eBay einen neuen DZM für einen sehr günstigen Preis von 80.- € entdeckt hatte. Um sicherzugehen,
    dass der auch passt, habe ich den Verkäufer angeschrieben. Zuerst meinte der, dass der DZM nach seinen Unterlagen nicht passen sollte.
    Nachdem ich ihm Fotos von meinem geschickt hatte, kam zwar keine Antwort mehr, aber der Preis wurde spontan auf ca. 120.- € erhöht.
    Vermute mal, dass der DZM schon gepasst hätte  Embarassed

    Habe den DZM dann aber bei einem anderen Anbieter für ebenfalls 120.- € gekauft  Very Happy

    Wenn der Tacho wieder auf Null steht, werde ich auch diesen mit einem Neuteil ersetzen.


    Gruß
    Günni
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    Beitrag von sg38fn am Fr 20 März - 7:44

    Hallo zusammen,

    den neuen Drehzahlmesser habe ich eingebaut und der funktioniert perfekt. Die Ursache war also eindeutig der DZM selbst, dessen Dämpfung nicht mehr funktioniert hat.

    Schön, dass es diese Original-Teile noch fabrikneu gibt Very Happy


    Gruß
    Günni
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    Beitrag von Funkie am Fr 20 März - 23:37

    Gratuliere.

    Dann nütze doch die Zeit der Ausgangsbeschränkungen, baue den alten DZM auseinander und mach ein paar aussagefähgige Fotos vom Innenleben und den krankhaften Veränderungen, bzw deren möglichen Beseitigung. Laughing

    Meiner funktioniert ja jetzt erst mal wieder, sonst würde ich es selber versuchen.


    Bleib gesund

    Willie
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    Beitrag von sg38fn am So 22 März - 17:35

    Hallo Willie,

    vor einiger Zeit hatte ich schon mal einen Schrott-Drehzahlmesser zerlegt. Allerdings muss ich zugeben, dass ich die Nadeldämpfung nicht durchschaut habe  Embarassed

    Mein Tacho hatte das umgekehrte Phänomen, dort war die Nadel zu stark gedämpft, so dass der bei Temperaturen - so etwa unter 20 Grad - nachging. In diesen
    habe ich einfach über die Öffnung für die Beleuchtungsbirne etwas WD40 eingesprüht, das scheint geholfen zu haben.

    Bleib ebenfalls gesund.


    Gruß
    Günni

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