CX GL500-650 Forum

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    Zylinderkopfdichtung CX650 (RC12)

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    Beitrag von f104wart am 04.01.18 14:29

    Vorsicht, Micha: Ölen und Fetten sind zwei grundlegend unterschiedliche Dinge. Beim Fetten reduziert sich der Reibwert wesentlich mehr als beim Ölen und hat dann Einfluss auf die Berechnung.  Wink

    Das was Du zu den Kopfdichtungen schreibst ist absolut richtig. Deshalb achte ich auch so genau auf die Bördelung und die Montage-Vorbereitung.

    Bei Dichtungen, die ungleichmäßig gebördelt sind, würde ich, auf Grund meiner Erfahrung mit der Athena-Dichtung, die schmale Seite in jedem Fall nach oben legen.

    Die Dichtungen stecken Montagefehler schon in gewissem Maße weg, es ging mir hier aber im Wesentlichen geht um die (Über)Belastung der Gewinde im Alugehäuse durch gefettete Schrauben.

    Die Qaulität der Drehmomentschlüssel ist im allgemeinen recht gut, wenn es nicht gerade ein Billigteil vom Wühltisch beim Lebensmittel-Discounter ist.

    Ob ein Drehmomentschlüssel entspannt werden muss oder nicht hängt von dessen Konstruktion ab. Hier ist die Bedienungsanleitung des Herstellers zu beachten.

    Recht gute und auch für den Hausgebrauch erschwingliche Schlüssel sind zum Beispiel die von Proxxon.

    Drehmomentangeben werden ausserdem niemals auf den Punkt genau angebeben, sondern haben immer eine gewissen Spielraum, bei dem unterschiedliche Faktoren berücksichtigt sind. Im Rahmen dieser Toleranzen ist keine Beschädigung des Gewindes bzw. der Bauteile zu erwarten.

    Durch das Fetten, insbesondere bei Fetten mit Festkörperanteilen wie PTFE oder Grafit werden diese Toleranzen um ein mehrfaches überschritten. Deshalb hat Fett - im Gegensatz zu Öl - an den Gewinden ganz einfach nichst zu suchen. Und wenn, dann muss das Drehmoment entsprechnd reduziert werden. ==> Und da ein Laie an diesem Punkt überfordert ist, ist vom Fetten der Gewinde abzuraten.

    Und an dieser Stelle beist sich die Katze in den Schwanz:
    Ich versuche, die Sache einfacher zu machen, indem ich vom Fetten abrate, Ihr hingegen werft mir Haarspalterei vor und macht´s komplitzierter.  Rolling Eyes



    Bei den Kopfdichtungen ist auch nicht so sehr der absolute Wert entscheidend, sondern vielmehr, dass die Schrauben gleichmäßig angezogen werden.

    Das Anziehen sollte stufenweise über Kreuz erfolgen. Okay, das ist soweit bekannt. Worauf man aber auch achten sollte ist, dass bei der zweiten und insbesondere bei der dritten Stufe das Losbrechmoment der vorhergehenden Stufe zu überwinden ist.
    Das bedeutet: Ziehe ich die Schrauben im zweiten Gang auf 50 Nm an und will das Drehmoment im dritten Gang auf 55 oder 60 Nm erhöhen, kann es sein, dass der auf 60 Nm eingestellte Drehmomentschlüssel schon auslöst, ohne das sich die Schraube bewegt hat.

    Die Differenz zwischen der vorletzten und der letzten Stufe sollte also mindestens 20-25 Nm betragen.

    Ich ziehe die Schrauben deshalb mit 15-35-60 Nm an.


    All das sind Dinge, die man ganz einfach übernehmen und ohne großes Fachwissen oder sündhaft teure und regelmäßig kalibrierte Werkzeuge problemlos auch im Hobbybereich umsetzen kann.

    Ich sehe deshalb keinen Grund, nicht darauf hinzuweisen.



    ...Mann, Leute, nehmt das an Information mit in die Werkstatt, was Euch wichtig ist und den Rest lasst einfach hier. Ich habe keinen österreichischen Pass, sehe mich nicht als Missionar und es ist nicht mein Bestreben, irgend jemand bekehren zu wollen.

    Wie und mit welcher Sorgfalt das dann umsetzt wird, muss jeder für sich selbst entscheiden.


    Polierteufel schrieb:Ob die Zylinderkopfdichtungen von JHovel dem entsprechen, kann ich nicht sagen da ich keine vorliegen habe. Wenn Du das nächstemal wieder in meiner Ecke sein solltest, kannst Du gerne mal solch eine Zylinderkopfdichtung mitbringen.
    Vom Material her entsprechen Joe´s Dichtungen durchaus OEM-Qualität und sind von daher absolut empfehlenswert. Problem ist, wie bereits angesprochen, die ungleichmäßige Bördelung des Flammrings.


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    Beitrag von JHovel am 05.01.18 7:43

    f104wart schrieb:
    Von mir wirst Du immer eine offene und ehrliche Antwort bekommen. Egal, in welche Richtung die geht...  Wink

    OK. Danke Dir. Dann nehme ich Deine Antworten gerne genau so an.

    Leider sind die neuen Dichtungen immer noch nicht hier... ich erwarte sie aber taeglich.

    Die Australische Post ist mal wieder im 'Management Umschwung' und momentan aeusserst unberechenbar. Die Privatisierung hier ist erst ziehmlich neu (ein paar Jahre) und das Management hat sich sicher schon 5 mal complett umgewaelzt. Wie woanders haben die den Umfang des steigenden on-line shopping voellig verschetzt - und der schriftliche Dokumentwechsel is hier so runtergegangen wie noch was, das der Umsatz davon fast keine Rolle mehr in den Billianzen hat.
    Unsere Welt hat sich wirklich riesig geaendert: unser Steueramt nimmt keinen Papierkram mehr an, "Postwahlen" sind jetzt fast nur noch elektronisch, fast alle medizinischen Praxen und Krankenhaeuser verschicken Termine nur noch per SMS usw usw....

    Aber das ist nur als allgemeine Information ueber Australien gemeint. Vielleicht interessant fuer meine antipodischen Freunde hier.
    Dazu noch ganz kurz: ich wohne im gleichen Breitengrad in Australien (nur suedlich des Equator's natuerlich) wie etwa Zyprien. Wir haben heute 35,5 Grad C und erwarten morgen 41 Grad C. oh boy.... zu heiss zum Moped fahren.... Sad
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    Beitrag von KaySquarra am 14.01.18 19:03

    Moin Ihr Debattierer :-)

    morgen ist Probelauf und dann vorschriftsmäßig nachziehen.

    Dachte mir, daß Ihr das wissen möchtet und mir die Daumen drücken werdert,
    zumal ich ja der Initiator dieses überaus interessanten Treads bin.

    Jo,

    d.h. "Butter bei die Fische", wie man hier oben sagt... oder:
    morgen wuellt wi mol kiecken wat dien Dichtung doegen deit
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    Beitrag von Mutschman am 15.01.18 10:25

    *festedaumendrück*
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    Beitrag von KaySquarra am 02.02.20 3:37

    Moin

    ist ja schon etwas her, als wir über dieses Thema sprachen, aber ich wollte eben etwas Abschließendes dazu sagen:

    Kopfdichtungen funktionieren !!!
    (alles dicht)

    Habe es wie von Jo beschrieben gemacht:

    1. warm laufen lassen, nächsten Tag nachgezogen
    2. 100km gefahren (nicht schneller als 80km/h), nächsten Tag nachgezogen

    Habe für Schritt 1+2 jeweils "Merkstriche" an den Kopf+Schrauben angebracht und bei beiden Schritten sind die Schrauben über die Markierungen gedreht.

    3. nach etwa 500km das ganze nochmal, jedoch ohne merklichen Effekt

    Also noch einmal an Jo: Danke!

    Zu meiner Eigenkonstruktion der Kopfdichtung:

    Erstmal auf Eis, Datei ist aber vorhanden und kann jederzeit gefertigt werden.
    Was zu klären, zu ermitteln bleibt, ist das notwendige Drehmoment aufgrund des andern Materials und Setzverhlaten der "neuen" Dichtung.

    Gruß
    Kay
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    Beitrag von JHovel am 02.02.20 8:44

    Danke fùr den Feedback.
    Nach fast genau 10 Jahren in denen ich diese Kopfdichtungen ungefähr 900 Mal lieferte, hat es bisher noch keinen einzigen Fehlschlag gegeben.
    Aber jetzt geht dieser Vertrieb für mich zu Ende.
    Murray Feldman ( murraysgaskets.com ) übernimmt den Vertrieb aus den USA.
    Ich have noch 20 Kopfdichtungen für CX/GL650 Motoren übrig á €18,00 - dann ist mein Lager leer....
    Alles Gute Euch Allen.
    Joe
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    Beitrag von michl am 02.06.20 15:54

    Meine CX st auch Opfer einer miesen Zylinderkopfdichtung (Athena, schon 2x durchgeblasen) trotz Kopfplanung. Nachdem mich das ziemlich nervt, wollte ich gerne wissen, ob es die nachgemachten Zylinderkopfdichtungen noch zu kaufen gibt. Hat noch jemand eine Bezugsquelle oder hat welche übrig?
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    Beitrag von Knudsen am 02.06.20 16:07

    hallo michl

    kauf die originalen von honda.

    teurer in der anschaffung aber eben ohne bloede folgekosten.

    du kannst aber auch JHovel eine email senden, ob er doch noch welche übrig hat
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    Beitrag von michl am 02.06.20 16:58

    Laut Aussage meines Honda Händlers nicht mehr verfügbar.
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    Knudsen

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    Beitrag von Knudsen am 02.06.20 18:31

    nur bei einem händler nachgefragt ?

    oder schau bei cmsnl.com nach, die haben auch gute OEM dichtungen
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    Zylinderkopfdichtung CX650 (RC12) - Seite 3 Empty Verfügbarkeit Kopfdichtungen

    Beitrag von michl am 03.06.20 6:13

    Hallo Knudsen,

    den Honda Händler kenne ich seit 40Jahren, der schaut für mich sogar ins Zentrallager nach Holland, aber da gibt´s nichts mehr. Erstaunlicherweise hat cmsl.com noch relativ viele Teile vorrätig. Vielen Dank für den Tipp.
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    Beitrag von f104wart am 03.06.20 7:30

    OEM-Dichtungen für die 650er bekommt man allenfalls noch aus alten Lagerbeständen einzelner Händler.

    Die einzige Chance, die Du hast, ist über die OEM-Teilenummer (über den manufacturer code bei CMS) zu suchen.

    Ansonsten gibt es nur noch Nachfertigungen.


    ...Was man noch versuchen kann, ist, über bike-teile.de mal eine Suchanfrage zu stellen.

    Über die habe ich u.a. schon Teile für die Turbo gefunden, die als "nicht mehr lieferbar" galten.



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    Beitrag von KaySquarra am 04.06.20 4:07

    Gibt nur noch ATHENA !!!
    (Jo, aus Australien hat mir seine letzten 2 Sätze geschickt.)

    WICHTIG (unabhängig welche Dichtung):
    Anziehprozedur !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    wie oben beschrieben:
    1.
    Anziehen nach Montage (max. Drehmoment)
    ACHTUNG:
    Vorher die Sacklöcher der Kopfschrauben auspusten => kein Öl im Grund !!!)
    Vorsicht: Lappen, sonst Sauerei  Smile
    2.
    Motor warm laufen lassen (Kühlerschläuche sollten sich "heiß" anfühlen
    3.
    Motor über Nacht abkühlen lassen
    4.
    Schrauben mit Filzer markieren (Referenzmarkierung)
    Lösen (nicht alle... eine nach der anderen) und erneut mit max. Drehmoment anziehen
    Kontrolle der Referenzmarkierung ( affraid ... erstaunt, wieviel da noch ging !!!)
    5.
    100km mit moderater Drehzahl fahren
    Wiederholung Punkt 4.

    Ansonsten kannst du gerne das Versuchskaninchen spielen mit meiner Dichtungs Eigenkonstruktion (ist weiter oben beschrieben)
    - Kontakt vom Dichtungshersteller und CAD Daten könnte ich zur Verfügung stellen
    - Drehmomentdaten entweder empirisch oder analytisch ermitteln Smile

    Gruß
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    Beitrag von f104wart am 04.06.20 14:46

    KaySquarra schrieb:Gibt nur noch ATHENA !!!

    Stimmt nicht. Ich hab auch noch welche und kann auch noch welche besorgen.


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    Beitrag von KaySquarra am 04.06.20 16:45

    aha, was soll dann der Vorspann ???
    (oder habe ich was überlesen?)

    dann macht doch den Rest über die PN aus
    und wir tun einfach weiter machen, hihi
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    Zylinderkopfdichtung CX650 (RC12) - Seite 3 Empty Zylinderkopfdichtung

    Beitrag von michl am 04.06.20 21:44

    Danke schon mal für die Ratschläge. Bin noch am Grübeln, ob ich sie nochmal repariere. Sie hat nämlich noch eine Macke bekommen: Gleich nach dem TÜV (jetzt wieder 2J) hatte ich sie bei einem Kunden von mir abgestellt. Nach einer Stunde kam ich wiederr raus und sie sprang ums Verrecken nicht mehr an (das 1. Mal seit 1987). Ich hab mich dann von meiner Frau abholen lassen müssen (welch Schmach..) und hab sie mir später nochmal angeschaut (mit mehr Werkzeug). Zündfunken war da und sie lief nicht trocken. Ich hab dann die Zündkerzen geputzt und die Elektrodenabstand genau eingestellt. Danach ist sie sofort ohne Aussetzer angesprungen. Ich bin dann20 km gefahren, hab sie wieder abgestellt für eine Stunde und prompt sprang sie danach wieder nicht an. Also neue Zündkerzen rein (2tg. später) und sie ist sofort angesprungen. Dann 2 Tage problemlos angesprungen und dann wieder nicht...Die Zündkabel sind ziemlich starr, die habe ich jetzt als Übeltäter im Verdacht, leider habe ich bis jetzt keine Meterware dafür gefunden...Die Kerzenstecker sind geschraubt und auch an den Zündspulen angeschraubt..Es ist offensichtlich eine NEC Zündung (unter dem linken Seitendeckel sind NEC Bauteile). Na ja, vielleicht wisst ihr ja auch für dieses Problem eine Lösung...
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    Beitrag von f104wart am 05.06.20 10:03

    KaySquarra schrieb:aha, was soll dann der Vorspann ???
    (oder habe ich was überlesen?)

    Was denn für ein "Vorspann"?

    Der Thread ist 3 Jahre alt. Da hat sich halt über die Zeit einiges angesammelt und ergänzt.


    Zum Schluß hat einer behauptet, das "nur Originaldichtungen funktionieren" (was natürlich nicht stimmt), Du hast geschrieben, dass Jo keine 650er mehr hat und es nur noch Athena gibt (was auch nicht stimmt), und ich habe darauf geantwortet und den tatsächlichen Sachverhalt beschrieben.


    Michl hat sein Angebot längst bekommen und muss sich halt nur noch für sich die richtige Entscheidung treffen. Das ist alles.




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    Beitrag von f104wart am 05.06.20 10:07

    Zurück zur Technik:


    KaySquarra schrieb:
    4.
    Schrauben mit Filzer markieren (Referenzmarkierung)
    Lösen (nicht alle... eine nach der anderen) und erneut mit max. Drehmoment anziehen
    Kontrolle der Referenzmarkierung ( affraid ... erstaunt, wieviel da noch ging !!!)
    5.
    100km mit moderater Drehzahl fahren
    Wiederholung Punkt 4.


    ...Und nach jedem(!) Nachzeihen natürlich nicht vergessen, das Ventilspiel neu einzustellen(!), das sich durch das Setzen der Dichtung und das Nachziehen verkleinert hat und spätestens nach dem letzten Mal idealerweidie auch die Vergaser zu synchronisieren. Wink


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    Beitrag von michl am 11.06.20 19:54

    Hallo zusammen,

    die Anspringschwierugkeiten scheinen überwunden zu sein: Nach Austausch der Zündkabel (Meterware, Beru, bei Ebay) ist sie sofort angesprungen. Ein abschließender Test mit Warmfahren war aber noch nicht möglich wegen der defekten Zylinderkopfdichtungen..Melde mich, wenn ich sie ausgewechselt habe...Danke schon mal an alle, die mir Hinweise gegeben haben.

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