CX GL500-650 Forum

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    Unregelmäßige Beschleunigung - zu wenig Leistung

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    kotmo2801

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    Beitrag von kotmo2801 am Fr 30 Aug - 9:53

    Hallo Leute,

    ich bin seit diesem Sommer dabei meine Urgülle, die beim Vorbesitzer einige behütete Jahre in der Garage stand, wieder in Schuss zu bringen. Und jetzt steh ich mit meinem Latein ein wenig am Ende und bitte um eure Hilfe!

    Problembeschreibung:
    Je nach Gasgriffstellung hat der Motor eine sehr unregelmäßige Leistungsentfaltung. Und für 37kW definitiv zu wenig.
    Insgesamt ist so das Stadtfahren recht unangenehm und ich erreich maximal 150km/h. Am meisten Kraft hat der Motor gefühlt bei den niedrigsten Drehzahlen.

    -Gasgriffstellung 0-1/4: Motor hat recht viel Kraft, lässt sich angenehm Tieftourig fahren
    -Gasgriffstellung 1/4-2/3: Motor hat keine Kraft. Fühlt sich an, als ob er sich verschluckt. Beschleunigt fast gar nicht.
    -Gasgriffstellung 2/3-1: Nach kurzer Bedenkzeit fängt der Motor an zu ziehen und geht bis ca. 6000 bis 7000 1/min ganz gut. Darüber dreht er schon noch, aber es wird zur Qual.


    Was gemacht wurde:
    -Steuerkette gespannt und Ventile eingestellt.
    -Vergaser komplett zerlegt, Ultraschall reinigen lassen und Vergaserreparatursätze sowie neue Schrauben verbaut. pro Vergaser ist mir ein 16x2,3mm O-Ring übergeblieben. Der war im Reparatursatz, aber auch vorher nirgends verbaut und ich konnte ihn nicht in der Explosionszeichnung finden.
    -Neue Ansaugstutzen, neuer Luftfilter, dann Vergaser synchronisiert. Alles mit Bremsenreiniger eingesprüht - keine Drehzahländerung
    -Leerlaufgemisch lt. EFH eingestellt - hat nicht ganz funktioniert, bin dann bei zwei Umdrehungen geblieben, da der Motor im Betrieb am schnellsten auf Standgas zurückging.
    -Zündkerzen, sowie Zündkerzenstecker kontrolliert - funkt, Kerzenstecker innen sauber, Zündkerze etwas Hell
    -Kompression gemessen - bei beiden Zylindern knapp über 10bar. Sie laufen auch jeweils allein ganz normal

    Was ich nicht geprüft hab, weil ich nicht genau weiß was, oder wie:
    -Auspuffanlage (ist alles original, 37kW Krümmer)
    -Restliche Zündungsanlage (CDI)
    -Sprithahn (ok, da weiß ich schon was ich machen soll, bin nur noch nicht dazu gekommen)

    Was sollt ich mir denn sonst alles anschauen?

    Kennt wer von euch einen, oder ist wer von euch CX500 Schrauber im Umkreis von Wien?

    PS: Mein Mechaniker hat bei der §57a Überprüfung gemeint, dass sie die besten Abgaswerte hat, die er bei einer Güllepumpe je gesehen hat.

    Liebe Grüße,
    Thomas
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    Beitrag von sg38fn am Fr 30 Aug - 10:15

    Hallo Thomas,

    so wie ich deine Beschreibung verstehe, hast du noch die CDI- Zündung drin. In diesem Fall würde ich dir empfehlen eine Ignitech einzubauen, dies hat sich bei mir bewährt.

    Der Einbau geht mit der beigefügten Anleitung ganz einfach. In jedem Fall ist die Ignitech eine sinnvolle Investition.

    Die Ignitech bekommst du entweder direkt vom Hersteller oder auch hier von Kollegen aus dem Forum.


    Gruß
    Günni
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    Beitrag von f104wart am Fr 30 Aug - 11:25

    kotmo2801 schrieb:Mein Mechaniker hat bei der §57a Überprüfung gemeint, dass sie die besten Abgaswerte hat, die er bei einer Güllepumpe je gesehen hat.

    Hallo Thomas,

    dann sind auch die Kerzen nicht zu hell. "Rehbraun" war gestern, grauweiß ist heute. Wink


    Ich würde Dir empfehlen, mal die LiMaWerte zu messen. Ich vermute, es ist so, wie Günni geschrieben hat und das Du eine Ignitech-CDI brauchst.

    Normalerweise hat man das Leistungsloch bei 5000 - 6000 U/min, aber egal.


    Die Messwerte für die Zündspannungserzeugung sind:


    Widerstandswerte: NUR BEDINGT AUSSAGEKRÄFTIG
    Zwischen weiß und blau: 77,4 - 94,6 Ohm
    Zwischen weiß und grün: 315 - 473 Ohm (Originalwerte HONDA Werkstatthandbuch)
    Sollten die Werte signifikant von den Sollwerten abweichen, ist mit Sicherheit die Li Ma hin.
    Stimmige Widerstandswerte deuten NICHT zwangsläufig auf intakte Zündladespulen hin!!!



    Eindeutige Ergebnisse liefert folgende Methode:
    Alternativ zur Widerstandsmessung an der Li Ma kann man auch die Spannungen/ Ströme messen,
    die erzeugt werden, wenn der Anlasser den Motor durchdreht:

    Spannungs/ stromwerte:

    Stecker mit blauem und weißem Kabel von der CDI abziehen
    Messung 1) Wechselspannungsbereich 600V : blau --> Masse 105V
    Messung 2) Wechselspannungsbereich 600V :weiß --> Masse 86V
    Messung 3) Wechselstrombereich 200mA : blau --> Masse 125mA*
    Messung 4) Wechselstrombereich 200mA : weiß --> Masse 125mA*
    *Die Ströme wurden mit einem Drehspul- Instrument gemessen

    Messung 3) + 4): Ja!!! Kurzschlußstrom! Wenn die Wicklungen i.O. sind,
    tuts ihnen nix, wenn sie eh kaputt sind, isses togal."





    ...Die Ignitech, falls Du eine benötigst, kannst Du von mir bekommen.  Wink


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    Beitrag von kotmo2801 am Fr 30 Aug - 12:20

    Vielen Dank für die schnellen Antworten!

    Ich hab die Lima gerade gemessen und es sieht meiner Meinung nach nicht so schlecht aus.

    Zwischen weiß und blau: 77,4 - 94,6 Ohm
    --> 102,8 Ohm

    Zwischen weiß und grün: 315 - 473 Ohm (Originalwerte HONDA Werkstatthandbuch)
    --> 413,5 Ohm

    Messung 1) Wechselspannungsbereich 600V : blau --> Masse 105V
    --> 132V

    Messung 2) Wechselspannungsbereich 600V :weiß --> Masse 86V
    --> 106V

    Messung 3) Wechselstrombereich 200mA : blau --> Masse 125mA
    --> 124mA

    Messung 4) Wechselstrombereich 200mA : weiß --> Masse 125mA
    --> 113,5mA

    Ich habe alles mit einem True RMS Multimeter gemessen.

    Mein Problem ist auch weniger Drehzahlabhängig als tatsächlich von der Gasgriffstellung.
    Man kann sich das so vorstellen:
    Du fährst bei einer Ampel mit wenig gas weg --> alles ganz normal, mopped zieht
    Jetzt willst natürlich beschleunigen und gibst etwas mehr gas --> Mopped hat keine Kraft mehr und bleibt Höchstens gleich schnell
    Dann gibst einfach mehr gas und wenn der Gasgriff fast ganz aufgedreht ist, ruckelts ein wenig und plötzlich fängt sie wieder an zu ziehen.
    Aber sie wird obenraus halt auch nicht stärker, sondern zieht eher gemächlich.

    ABER: Als ich heute eine Warmfahrrunde gefahren bin fiel mir auf, dass der Motor bei gleichbleibend wenig gas ab 3000 U/min selbstständig höherdreht. Beim runtergehen vom Gas bleibt er dann kurzzeitig bei 4000 U/min hängen und geht ein paar sekunden später wieder auf Standgas zurück. Er bleibt aber nicht hängen, wenn ich bewusst mehr gas gib und bei z.B. 6000 U/min das Gas zu mach.

    Ich persönlich würd bei sowas auf Falschluft tippen. Aber da hab ich nix gefunden. Was sind denn die kritischsten Punkte, die ich mit Bremsenreiniger nochmal einsprühen soll um Falschluft komplett auszuschließen?
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    Beitrag von Brummbaehr am Fr 30 Aug - 13:01

    Ich würde hierbei auch auf Versager tippen.  Falsch-,Neben-,Fremdluft könnte eine Möglichkeit sein.

    kotmo2801 schrieb:...
    -Leerlaufgemisch lt. EFH eingestellt - hat nicht ganz funktioniert, bin dann bei zwei Umdrehungen geblieben, da der Motor im Betrieb am schnellsten auf Standgas zurückging.
    ...
    Was hat nicht funktioniert?

    Dieser Plastik-Dichtring von den Unterdruckdomen wird schon mal gerne falsch herum eingebaut.

    Gruß
    Jochen


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    Beitrag von f104wart am Fr 30 Aug - 13:39

    Du schreibst ja, dass Du neue Ansaugstutzen eingebaut hast. Hast Du die Fläche um die M5er Bohrung, in die der Stutzen zum Synchronisieren eingeschraubt wird, vorher plangefeilt? Da ist nämlich genau die Trennfuge der Gußform und mitunter ein deutlicher Absatz drin.


    ...Prüf auch sicherheitshalber noch mal die Unterdruckkolben in den Vergasern, ob die leichtgängig sind und wenn Du die Schieber hochdrückst, ob die dann selbständig wieder zurück kommen oder ob sie nicht in irgendeiner Position hängen bleiben.



    Hier noch ein Tipp zum Aus- und Einbauen der Stutzen und der Vergaser:


    Zum Ausbau der Stutzen löst Du die Schraubenam ZylKopf und drehst die Ansaugstutzen um 180 Grad nach oben. Dann kannst Du die Stutzen ganz leicht herausnehmen. Anschließend ziehst Du die Vergaser nach vorne aus den hinteren Gummis und nimmst die komplette Vergaserbatterie nach links aus dem Rahmen.

    Bei der Urgülle musst du vorher noch die beiden Motorhaltebleche lösen, an denen die Zündspulen befestigt sind und die Bleche zusammen mit den Spulen hoch klappen.

    Wenn die Vergaser an der Seite heraushängen, kannst Du problemlos die Züge lösen. Geht alles ganz ohne Murks und Gewalt. Einbau dann in umgekehrter Reihenfolge. Zeit für den Ausbau: max. 10 min, wenn Tank und Sitzbank runter sind.


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    Beitrag von kotmo2801 am Fr 30 Aug - 14:36

    @Brummbaehr
    Beim ersten Zylinder hat das ganze funktioniert. Aber beim zweiten Zylinder hat sich nichts mehr an der Drehzahl geändert, wenn ich an der Leerlaufgemischschraube gedreht hab.

    Die Dichtringe hab ich mir von einem zweiten Vergasersatz Zuhause abgeschaut. Mit der Stufe nach oben richtung Deckel.

    @f104wart
    Das hab ich nicht gemacht. Wird gleich als nächstes angeschaut. Unterdruckkolben sind freigängig, die hab ich gestern ganz leicht mit Nähmaschinenöl eingerieben.
    Beim linken Vergaser war nach einer Woche schon recht viel silberner Aluabrieb am Kolben. Das hat micg auch gewundert.

    Wie man die Vergaser ausbaut hab ich mir schon von dir abgeschaut! Wink
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    Beitrag von f104wart am Fr 30 Aug - 14:40

    kotmo2801 schrieb:Beim linken Vergaser war nach einer Woche schon recht viel silberner Aluabrieb am Kolben.

    Dan solltest Du der (Ur)Sache vielleicht noch mal nachgehen. Wink


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    Beitrag von Brummbaehr am Fr 30 Aug - 14:58

    kotmo2801 schrieb:@Brummbaehr
    Beim ersten Zylinder hat das ganze funktioniert. Aber beim zweiten Zylinder hat sich nichts mehr an der Drehzahl geändert, wenn ich an der Leerlaufgemischschraube gedreht hab.
     

    Klingt für mich nach einer Verstopfung in dem zweiten Vergaser.
    Wenn aus der kleinen Bohrung über der Gemischeinstellschraube nix (oder zu wenig) heraus kommt, dreht man automatisch das Standgas höher (weil der Motor sonst im Standgas abstirbt).
    Dadurch sind dann die Drosselklappen weiter geöffnet und der Motor tourt nur unwillig/langsam herunter.

    Diese kleinen Kanäle bekommt man auch mit Ultraschall nur sehr schwer sauber.
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    Beitrag von kotmo2801 am Di 3 Sep - 9:16

    Sodala, dieses Wochenende hab ich ein bisschen herumgebastelt und den (oder einen) Fehler gefunden.
    Wenn ich Bremsenreiniger von der rechten Seite auf die Welle der Drosselklappe vom linken Vergaser sprüh, dreht der Motor hoch.
    Deshalb scheint es so, als ob der linke Zylinder eher schlecht als recht arbeitet.

    Ich hab die Vergaser mal ausgebaut und schau mir jetzt an, wie ich das Dicht bekomme. Wink
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    Beitrag von Brummbaehr am Di 3 Sep - 9:23

    Da ist dann wohl die Filzdichtung undicht. Das wird eine größere OP.
    Hier ein Link zur neuen Filzdichtung


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    Beitrag von kotmo2801 am Di 3 Sep - 9:32

    Danke vielmals!

    So eine Dichtung hab ich beim Vergaser zerlegen und zusammenbauen nie gesehen...
    Jetzt bezweifle ich überhaupt, dass eine drin ist. Embarassed
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    Beitrag von Brummbaehr am Di 3 Sep - 9:38

    Beim üblichen zerlegen baut man ja auch nicht die Drosselklappenwelle(n) aus.


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    Beitrag von kotmo2801 am Di 3 Sep - 9:40

    Für das Ultraschallreinigen der Vergaser wurde das verlangt.
    Vielleicht hab ich sie ja dabei zerstört. ABer jetzt bau ich die Vergaser noch mal auseinander und schaus mir an.
    Dann geb ich gleich bescheid.
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    Beitrag von Brummbaehr am Di 3 Sep - 9:44

    OK
    Hab irgendwo mal gelesen, das man die Filzdichtungen vor dem Einbau ordentlich fettet.
    Keine Ahnung ob das wirklich sein muss, klingt aber logisch.


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    Beitrag von kotmo2801 am Di 3 Sep - 13:56

    Sodala, also, ich hab keine Dichtungen in den Vergasern gehabt. Embarassed
    Aber, ich hab noch solche Dichtungen in meinen Ersatzteilvergasern gefunden! Very Happy

    Es waren vor meiner Reinigung auch keine Dichtungen drin, dort muss es munter Falschluft gezogen haben.
    Deshalb hat der Vorbesitzer wahrscheinlich auch mit verschiedenen Düsen rumgespielt (es waren 115/112 statt die 78/112 drin).

    Ich bin leider erst am Wochenende wieder beim Motorrad, aber ich geb bescheid, sobald ich alles wieder zusammengebaut hab und eine runde gefahren bin.
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    Beitrag von sg38fn am Di 3 Sep - 15:31

    Hallo Thomas,

    bin gespannt auf dein Ergebnis, weil ich mich gerade mit einem ähnlichen Problem herumschlage:

    https://cx500.forumieren.org/t6268-mangelnder-durchzug

    Als nächstes werde ich die Ansaugkrümmer gegen neue Teile austauschen. Wenn das nichts bringt bleiben fast nur noch die Filzringe als Ursache übrig Embarassed

    Werde berichten.


    Gruß
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    Beitrag von kotmo2801 am Di 24 Sep - 13:06

    Hallo Leute,

    tut mir leid, dass ich mich erst jetzt melde, aber mich hat eine Grippe ganz fies erwischt, jetzt konnte ich erst vergangenes Wochenende schrauben.

    Also, die Vergaser dürften jetzt dicht sein, kein Hochdrehen mehr wenn ich alles mit Bremsenreiniger einsprühe.
    Ich bin eine Proberunde gefahren (konnte leider nicht die Höchstgeschwindigkeit überprüfen) und Sie geht merklich besser als vorher.
    ABER, das Leistungsloch beim Gas aufdrehen ist immernoch da.

    Ebenso schaff ich es nicht, die Vergaser zu synchronisieren. Wenn ich das Standgas so einstelle, dass der Motor schön läuft, hab ich fast keinen Unterdruck.
    Wenn ich das Standgas weiter runter drehe beginnt als erstes am linken Vergaser ein Unterdruck zu entstehen. Wenn ich dann an der schraube dreh, dass
    der rechte Vergaser mit kommt, stirbt Sie ab und ich muss das STandgas wieder aufdrehen.

    Kann das jetzt an den feinen Kanälen bei der Leerlaufschraube liegen? Wie könnt ich das denn überprüfen?
    Oder ist das einstellen und synchronisieren so eine feinfühlige Arbeit, dass ich lieber zu jemanden Fahren sollte, der das beherrscht?

    LG Tom
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    Beitrag von Brummbaehr am Di 24 Sep - 14:03

    Wenn im Standgas fast kein Unterdruck vorhanden ist, dann steht die Drosselklappe wohl schon recht weit auf, oder der Motor saugt nicht gescheit, Ventilspiel kontrollieren!!
    Das synchronisieren der Vergaser ist eigentlich kein großer Akt.
    Die Gemischeinstellschraube stelle ich einfach auf die Werkseinstellung (~2 Umdrehungen heraus), üblicherweise läuft der Motor damit recht ordentlich.

    Hattest Du die Leerlaufdüse/Standgasdüse vor dem Ultraschallreinigen gezogen?
    Je nach Vergasertype ist die leider eingepresst.
    Die hat aber kleine Querbohrungen und ohne Ausbau wird man die wohl kaum gereinigt bekommen.

    Unregelmäßige Beschleunigung - zu wenig Leistung DSC_3372

    EDIT:
    Hier noch ein Link zu Carb Cleaning by Larry Cargill


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    Beitrag von f104wart am Di 24 Sep - 20:18

    HalloTom,

    VOR dem Synchronisieren muss das Ventilspiel eingestellt werden UND stimmen.

    Wenn beispielsweise Deine Kipphebelwellen eingelaufen und die Kipphebellager ausgeschlagen sind, wirst Du nie ein passendes Ventilspiel bekommen.

    Frage dazu: Was hat Dein Motor denn gelaufen? Hast Du das Spiel Deiner Kipphebelwellen schon mal geprüft?


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    Beitrag von kotmo2801 am Fr 4 Okt - 19:15

    @Brummbaehr
    Ich hab das Ventilspiel einmal eingestellt, bevor ich mit dem ausbau der Vergaser begonnen hab.
    Gibts ein indiz, dass man definitiv sagen kann, dass beim Ventilspiel was nicht passt?
    Nein, die Düse hab ich nicht ausgebaut. Das hab ich leider nicht bedacht.
    Wie nennt sich denn dieses Werkzeug zum herausziehen?

    @f104wart
    Kann ich da was vermessen, um das einzugrenzen, oder zu bestätigen?
    Der Motor sollte so ca. 70.000km drauf haben.
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    Beitrag von Waterbrunn am Fr 4 Okt - 20:22

    Weißt du, dass die Ventile bei OT im Arbeitstakt eingestellt werden müssen?


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    Beitrag von Brummbaehr am Fr 4 Okt - 21:02

    kotmo2801 schrieb:@Brummbaehr
    ...
    Nein, die Düse hab ich nicht ausgebaut. Das hab ich leider nicht bedacht.
    Wie nennt sich denn dieses Werkzeug zum herausziehen?

    Ich habe die Düse so wie von Horst beschrieben herausgezogen.

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    Beitrag von f104wart am Fr 4 Okt - 22:34

    kotmo2801 schrieb:
    @f104wart
    Kann ich da was vermessen, um das einzugrenzen, oder zu bestätigen?
    Der Motor sollte so ca. 70.000km drauf haben.

    Du kannst, ohne die Wellen auszubauen, das Spiel nur nach Gefühl prüfen.

    Dazu müssen die Ventile entlastet sein. Dann umfasst Du den Kipphebel und versuchst, ihn auf- und ab zu bewegen.
    Dabei hälst Du den Daumen auf den Übergang vom Kipphebel zum Kipphebelbock. Wenn Du dabei Spiel merkst, dann sind die Wellen eingelaufen und die Lager ausgeschlagen.

    Am ehesten davon betroffen sind die Lager zur Motormitte hin, also da, wo die Stößelstangen von unten drücken.


    Um 100%ige Sicherheit zu bekommen müssen die Kipphebelwellen gezogen werden. Das geht aber nur, wenn die entsprechenden ZylKopfschrauben raus gedreht werden. Danach sind zu 99,9% die Kopfdichtungen undicht.

    Das bedeutet: Wenn Du die Wellen ziehst, musst Du die Kopfdichtungen erneuern.
    Wenn Du aber bei der Fingerprobe Spiel merkst, dann müssen sie eh raus.


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    Gruß Ralf


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